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Zweyter Band.
Seite
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Cheseaur Ruhm hatte sich überall verbreitet. AusRußland erhielt er von dem Grafen von Rasumovski, Prä-sidenren der kaiserlichen Akademie zu Petersburg, eine sehtverbindliche Einladung zur Stelle eines Direcwrs des dor-tigen Observatoriums, ersten Professors der Astronomie,und Mitglieds der Akademie, nebst der Erlaubniß, durchFrankreich, England, Deutschland und Norden, auf aka-demische Unkosten zu reifen. Alle diese Vortheile opferteer auf, um in dem Vaterlande bleiben zu können. ImAnfange des Jahrs 1748 nahm ihn auch die königliche Aka,Lemie der Wissenschaften in Paris zum Correspondent auf.Während seiner leztcn Krankheit empficng er auch ein Schrei-ben von dem grossen Haüer, mit dem Diplom eines Mit-glieds der göttingischen Akademie, und einige Tage vorfeinem Tode ward er in die königliche Gesellschaft zu Lon-den aufgenommen. Auch soll er ein Mitglied der schwe-dischen Akademie gewesen seyn.

Cheseaux harre ein freundliches und einnehmendes We- ^sen. In der Kleidung und in seinem ganzen Betragenherrschte die edelste Einfalt. Sein tiefes Nachsinnen undseine öftcrn Krankheiten verursachten bey ihm einen Hang ^zur Schwermuth. In den leztcn Jahren war er zu einer >ziemlich festen Gesundheit gelanget, und nunmehr ward ergeselliger. Wolthun war so sehr seine Freude» daß ihnder Hang dazu öfters zu einer sonderbaren Sparsamkeitführe«. Während seines Aufenthalts zu PariS z. B. be-diente er sich blos deßwegen keines Miethwagens, damiter von dem auf solche Weise ersparten Gelde zu demjenigenetwas beylegen könnte, welches er zur Untcrstüzung derElenden bestimmte. Aeufferst bescheiden, sprach er nie vonsich selbst. Mehrmal stieß er den Ruhm, der ihn gleich-sam,verfolgte, mit Vorsitz von sich, und er wäinte vor Be«trübniß, wenn man ihn seiner Meynung nach, zu sehrerhob. Weit mehr Vergnügen schöpfte er in dem Umgang