Band 
Zweyter Band.
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Boccalim schildert das Schicksal der römischen HilfSvöl-ker. Hiebey rühmt Balthasar Anlaß, die Eydgenoffcn aufdie Folgen ihrer auswärtigen Kriegsdienste aufmerksamiu machen. — Die vierte Abhandlung, die allein durchden Druck bekannt gemacht worden, hat folgende Auf-schrift : Patriotische Träume über die Wcderausebungder veralteten Eydgenoßschaft. Balthasars Vorschlag gehtauf eine öffentliche oder Naüonalerziehung; es ist der Eut-tvurf zu einem helvetischen Seminar, wo aus jedem Kan-tone die hofnungSvollestkn Jünglinge sich vereinigen soll-ten, um die allgemeine und die besondere Geschichte, dievaterländischen Gebräuche und Rechte, die innern undausser» Verhältnisse, Verträge, Bündrmsse, die Stari-stik u. s. w. kennen zu lernen, und so von Jugend auf invertraulichem Umgänge sich gleichförmige Gesinnungen ei-sen zu machen. Wenn auch dieser Entwurf nicht ganzausgeführt wurde, so veranlasete er doch eine von denvortregichsten Anstalten, nämlich jene patriotische Wall-fahrt , welche alljährlich die edelsten Söhne des Vaterlan-des bald zu Schinznach, bald zu Ölten v reinigt. Nichttvenjgcr merkwürdig ist BalthasarS fünfte Rede: Politi-sche Betrachtungen über den Bund der katholischen Eyd-Senoßschaft mit der französischen Krone im I. »7^. Un-ter denjenigen Schriften, die den Kanton Luzern beson-ders betreffen, erwähnen wir nur seines historischen Ver-suches über die Luzerncrsche Verfassung. ES ist dieß gleich-sam ein politisches Testament, welches er seinem Sohn/dem einzigen, der ihm von sieben übrig blieb, zum Andeu-ten zurück ließ. „Erinnere dich, sagt er unter anderm"ZU seinem würdigen Sohne, daß nichts süsscr, nichts--ehrenvoller ist als wenn man Gutes thut und auch An-"dere zum GnteSthun antreibt Der Tugendhafte gefälltGott und den Menschen; der Lasterhafte und der Mü---ßiggärger sind dem Menschen verhaßt und Gottes-Ge-