Band 
Zweyter Band.
Seite
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begriffe von der Annehmlichkeit der Geschenke; desto glück-,sicher find sie bey dem zufriedenen Genusse des Nothwen-digen.

Mit nicht geringerer Standhaftigkcit verbannte er denUnterscheid der Tage; widerst nig fand ers an Sonn-undFest- oder andern Ruhtagen dem Leib mehr und besser^Nahrung zu geben als an den Werktagen, da doch in die-sen leztern die Kräfte durch Arbeit mehr verzehrt werden;darum vermehrte und verbesserte er die Malzeit nach Be-schaffenheit der grösser« Geschäfte. Seinen Leuten sagteer zum voraus, daß sie beym Beschluß der Acrndte nichtskiehrers zu erwarten hätten; sie sollten aber dieses nicht demGeize zuschreiben; lieber wolle er während der harten Ar-beit die Malzeit verbessern. Bey Tische trinkt er keinenDein ; sein bestimmtes Maas nimmt er mit sich aufs Feldund erquickt sich, wenn er anfängt von dem Tagwerk müdeN werden. Das Schweinefleisch macht kein besonders Ge-richt auf seinem Tisch; täglich wird ein Stück klein zer-schnitten unter das Gemüse verkocht, wodurch dieses nachseiner Erfahrung nährender gemacht wird. Je schwerer dieSpeisen zu verdauen sind, desto stärkender sind sie; daherzieht er die Erdäpfel allen andern Speisen vor und Rog-genbrod dem Waizenbrod.

Ueber alles wandte er seine Aufmerksamkeit auf dieKindererziehung, Er unterwiese sie selbst und wiedmete die,ser Beschäftigung die sonntäglichen Ruhestunden; auS Be-sorgniß, sie möchten in dem Umgänge ungesitteter Kinderverderbt werden, laßt er sie nicht einmal in die Schulestehen, viel weniger den öffentlichen Lustbarkeiten, Jahr-märkten , Kirchmessen u. s. w. beywohnen Damit zieht" sich viele üble Nachreden zu; man nennt ihn einen sec-tirischen Mann, einen harten, geizigen Vater. Wenigbekümmert ihn dieß; er weiß, daß man schuldig ist, fürden guten Namen zu sorgen, aber daß man nicht gut und