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Zweyter Band.
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weift seyn kann, so lang man sich scheut, den Thoren ver-achtungSwürdig, oder lächerlich zu scheinen. — Du thustUnrecht, sagte ihm ein Nachbar, daß du gegen deine Kin-der so grausam bist und ihnen keine Freude gönnen magst-Wer sagt dir, war seine Antwort, daß ich ihnen keine Freu-de gönne? — Du lässest sie ja, vcrsezte jener, niemals zumWein oder Tanz gehn. — Meinst du, fraate Kleinjogg,man könne sich nicht anders als im Wirthshauft belusti-gen? Kannst du im Wirthshauft mehr als satt essen? Kannstdu mehr als froh seyn? — Dieß alles können meine Kin-der hey Hause. Mit mir finden sie das Vergnügen bey derArbeit. Niemals wird sie der Arbeit reuen; wol aber diedeinigen, daß sie im Schenkhause Geld und Zelt verlieren,und, anstatt sich zu erholen, nur desto weniger zur Arbei-bereit sind.

Auf folgende Weist ermuntert er durch gereizt Ehr-hegierde die Kinder zum Fkeiffe. Die jüngste, so lang siezur Feldarbeit untüchtig sind, gemessen ihr Mittagessenauf dem Boden; so bald sie den andern auf dem FeldeHülfe leisten, sitzen sie mit den andern zu Tische. Uebri-gens hütet er sich gewissenhaft, nicht den geringsten Unter-schied unter den Kindern zu machen; er liebt sie alle gleich,die Kinder des Bruders wie seine eigene; auch wird ergleicher Weist von allen geliebt und geehret. Sein Bey-fall ist ihre einzige Belohnung. Er verabscheut'S, lccker-hafte Speisen zu machen; daher haben die Kinder keineLeidenschaft für besondere Speisen; derselben bedienen siesich nichts anders als zur Stillung des Hungers, ebendarum kann er ohne Gefahr alle Vorrathökammern undSchränke beständig offen lassen; auch der Geldschrank istoffen; da das ganze Vermögen allen gemein ist, so weichter den Schein eines besondern Vortheils sorgfältig aus unddadurch wird die Geldbegieede auü dem Hause verbannet.Das Geld ist ein Mittel zur Befriedigung der Bedürfnis-