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von WinkcfmannS Briefen an seine Freundem der Schweiz,an deren Herausgabe auch Ufteri Theil hatte, gedruckt.Drey Monate brachte er hier mit dem uncrschöpsiichenStudium des schöne» Alterthums zu; lernte dabey aberauch von jeder andern merkwürdigen Seite, Rom kennen,im nähern Umgang mit den Kardinälen Albani, Paßionciund Rochefoucault dem damaligen französischen GesandtenUl Rom. Von Rom reiste er nach dem gleichfalls durchNatur und Kunst so merkwürdigen Neapel — dann nachFrankreich, über Lyon nach Paris. Sich selbst empfeh-lend , empfohlen von seinen bisher erworbenen wichtigenUnd vortrekichen Freunden, ward ihm auch hier der Zrr-gang zu jeder Gesellschaft, die Bekanntschaft jedes be-rühmten und grossen Mannes leicht Der Graf CayluSdieser Kenner des Alterthums, und Schäzer jedes Verdien-tes , schenkte ihm seine besondere Freundschaft: aber überalle Bekanntschaften die Ufteri in Paris machte, über al-le Freundschaften die er sich erwarb, und die ihm wahreEhre brachten, ragt lieblich hervor, die Freundschaft,die I. I. Rousseau ihm schenkte. In Rousseau verehrte erden redlichsten Priester der Wahrheit, den unversöhnlich-sten Feind aller Vorurtheile, den Mann, der allein fürS880hl der Menschheit, für Stürzung jedes schädlichenBorurtheils, für Erhebung der Wahrheit dachte und lebte:und Rousseau erkannte in Ufteri den freydenkenden, ein-stchtvollen, eifrigen, herzlichguten, anmassungölosen jun-Se» Schweizer, der ihm ohne Schmeicheley; offenherzigUnd frey seine Gedanken auch über seine Lieblings - PläneUnd Sachen mittheilte. Sie wechselten einige Zeit mit-einander sehr interessante Briefe.
Zurück von seiner Reise lebte Ufteri noch zwey Jahrekür sich, ohne öffentliche Arbeiten, sezte seine vorbereiten-den Studien fort, arbeitete unter anderm an einer Ueker-setzung seines LieblingS-Schriftstellers Demostheneö — hielt