166
1762 historische Sommer-Vorlesungen — ward Mitgliedder physikalischen Gesellschaft / in der er viele Jahre ei-nes der fleißigsten vortreflichsten Mitglieder war — "theilte dieser Gesellschaft in mehrern Vorlesungen diewichtigsten Fragmente über Oekonomie und Naturgeschich-ie die er in den Alten fand — dann Beschreibungen meh-rerer Merkwürdigkeiten der Natur und Kunst in Italien,mit. Eine beträchtliche Zeit war er Sekretär der ökono-mischen Kommisßion dieser Gesellschaft, und ein sehr thä-tiger Beförderer ihrer Bemühungen zur Aufnahme derLand - Oekonomie in unserm Kanton — er schrieb ver-schiedene Berichte, Aufsätze, Ermahnungen, Auszügeaus den Antworten der Landleute auf die ausgegebenenPreisfragen die gedruckt und von der Gesellschaft unterdas Landvolk ausgetheilt wurden: bey Einrichtung der sonüzlicken Bauren-Gesprächcn dieser Gesellschaft war erbesonders thätig; auch war er mehrere Jahre Bibliothe-kar der Gesellschaft, die weder vor noch nach ihm einenso treuen und fleißigen Bibliothekar hatte.
Zu Anfang des Jahres 1764. verlobte erstch mitOttfttia Muralt, und reiste mit seiner neu angetrauten Gat-tin nach Genf zu Rousseau, um von diesem liebenswürdi-gen Priester der Natur den zweyten Segen zu empfangen-Gegenseitige Achtung und Liebe beglükte» die durchaus zu-friedenen und heiteren Jahre seiner Ehe. Von mehrerenKindern blieben zween Söhne am Leben, die mit der hin-terlaßncn Wittwe des Vaters Andenken ihr Lebenlang ftg-uen werden.
Noch im gleichen Jahre ward er Professor der he-bräischen Sprache am Zürcher - Gymnasium; 1769 Profes-sor der Beredsamkeit; 177; Professor am Lc-lllZio bums-nksris und 1788 Professor der Theologie. Dadurch warddann also sein erster und liebster Beruf — der unterrichtderjenigen Jünglinge unserer Vaterstadt, die sich demSlaa-