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Zweyter Band.
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k oder der Kirche wiedmen wollen, und zu dem Ende hinunsere höheren Schulen gewöhnlich besuchen. Diesen schö-be» Beruf erfüllte Ustcri während zwanzig Jahren miteiner beynahe Beyspiellosen Treue und Gewissenhaftigk it,^nem nicht zu ermüdeten Fleiß und Eifer, und dann auch"ut dem gesegnetesten Erfolge! Zu Zeugen ruf ich euch alle"uf, ihr viele hundert Jünglinge, nun Männer unsersZürichs, die ihr früher oder später, längere oder kürzereZeit seinen Unterricht genossen habt — ihr mochtet den Se-ggen lieben oder nicht lieben — doch liebte ihn kein Guternicht — das Zeugniß müßt ihr ihm alle geben, daß einentreueren Lehrer, der mehr mit Her; und Seele gearbeitethätte, der mehr Zeit und Fleiß ausseineSchüler verwandt,thuen alle Nebenbeschäftigung und jede Art von Erholung">ehr nachgesezt, gewissenhafter seine Lehrers Wichten imweitesten Umfang des Worts erfüllt hätte — ihr nie ge-kannt! Der würdigste Ernst, nur selten nicht gemildert,von der fröhlichsten edelsten Munterkeit, belebte seinen Un-terricht, der sich jeder Fassungskraft anzupassen ganz un-nachahmlich verstand! dabey war keiner seiner Schüler dertucht ausser den Stunden des öffentlichen Unterrichts, be-sondern Rath, Ermunterung, Hülfe, Unterstützung vonthm erhalten hätte, und groß ward des Seligen Freude,tvenn Liebe und Zutrauensvolt der Jüngling mehr verlang-te — siber geheimere Anliegen Rath wünschte, zu Hebungvon Zweifeln, zu Ueberwindung grösserer SchwierigkeitenHülfe suchte; mit welcher Herzlichkeit, anmassungölosenHerablassung und Freude that er das, und wie vielen Dankberührter Jünglings Herzen erwarb er sich nicht dafür zumschönsten Lohn!

Ausser den zahlreichen Unterrichts Stunden die ihmsein Lehramt auflegte, gab er häufig einer grösser» oderkleinern Anzahl, auch wohl nur einigen oder einzelnenJünglingen Privatkollegia über Mathematick, ältere Ge-schichte , Encyclopedie der Wissenschaften u. s w.