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Zweyter Band.
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aufs freundschaftlichste empfangen. Ungernein erbau! ichfand Vernct den Gottesdienst der Menomtcn. In An>ster-dam sah er den Crcllius, einen Enkel des Ioh. Crcll'us,der die Trennung der Socinianer den »«christlichen Ver-folgungcn Schuld gab. Vernct reifete nicht, um zu di«spuliren, sondern um zu lernen. Seine Gedanken behielt«r für sich. Aus seinen nachhcriqen Schriften sieht man,daß er eine gewisse Mittelstrasse einschlug und über gewissePunkte sich eben so wenig entscheidend ausdrückte, als dieerste, ursprüngliche Kirche.

Verriet besuchte die portugiesische Synagoge. In wie-derholter Unterredung mit einem jüdischen Gelehrte»fand er, daß die Methode zur Bestreitung der jüdischenVorurtheile von niemand so gut, wie von Limborch, aus-gedacht worden.

Acusserst gerührt war Vernct b:ym Anblick des Ioh.le Ciercs, welcher seit einem Schiagstuß ganz blödsinniggeworden. Mitten unter den ausgelöschten Ideen dam,merke per ehrnaligc Charakter seiner Herzensgute und from-mer Denkart hervor.

In Leydcn, wie überhaupt anf den holändischen Schu-len fanden unsere Reisende immer neben einander Voctia-nische und Coccejauische Lehrer. So groß ihnen PeterBurmann als Philolog vorkam, so wenig achtrmgswürdigfanden sie ihn in seinem Betragen. Bey Vitriarrus,Schulthens, s'Gravcsande) Mmchenbrocck sahn sie mitgrossen Kenntnissen den gefälligste^ Umgang verbunden.Und wie erhaben schien ibncn nicht Boerhave, eben soliebenswürdig durch fern Her; als durch sein Genie ! ImHag stellte sie Royer dem Prinzen von Oranicn vor.

Zu Londen harte Vcrnet m>t seinem Reii'egcschrtenZutritt bey dem Erzbischof Wackc. Den ; Jenncr 17;;.wurden sie der Königin Carolina und den Prinzcßinncnvorgestellt. Vernct predigte in der fra»zösi,chcn Capclle