Band 
Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
Seite
571
JPEG-Download
 

Erdrauch.

57i

woraus sie besteht, ist purpurrokh, besteht auS ei»11cm Stücke/, und hat eine Röhre, die sich vonunten cuf allmählich erweitert und in vier un»gleiche Lappen spaltet. Die vier Staubfäden sind1 schwach und fein. Der fadenförmige Griffel hateine stumpfe Narbe. Diese Blümchen stehen aufeinem gewölbten mit Haaren besetzten Boden,»nd jedes hinterlaßt einen cprunde» länglichenSamen, mit einer Krone von fünf und mehrer»Borsten in einer eckigen Hülle, die sich wie Secheanfühlt. Die ganze Pflanze hat einen bittern,unangenehmen Geschmack, wird aber doch vomVieh sehr gern gefressen. Dem Kraut sind mancheKräfte zugeschrieben worden. Man kaun damitdie Wolle grün färben. Die Bienen besuchen dieseBlumen sehr fleißig.

Unter dem Nahmen Ackerraute, Taubcnkropf,Katzenkörbel trifft man den g e w ö h n l i ch enE r d-

rauch (Fumaria officinalis, Fumeterr* ordinaire128) hier und da in Deutschlandan. Aus der dün-gen, faserigen, gelben Wurzel, die nur ein Iahedauert, kommen mehrere blaugrünliche, zarte,ästige Stengel, die höchstens einen Fuß hoch wer.den. Die Blatter haben die Farbe der Stengel,