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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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604 Küchengewächse

verkehrte der Natur entgegengesetzte Lebensweise,Leidenschaften immer gewisser maßen kränklichund schwächlich, so daß er einer Nachhülfe be-darf. Wohl ihm! wenn er die Kunst versteht,seine Küche zu seiner Apotheke zu machen; wenner die officinellen Pflanze» mit Glück zu seinemGebrauche wählt, die er auf Markten und inseinem Küchengarleu haben kann! durch täglichenund langwierigen Genuß, durch schickliche Zu-bereitung leisten sie oft mehr als die kostbareRinde,oder die berühmten Wurzeln, die uuS aus gro-ßer Ferne, aus Quito in Peru oder aus Cantonzugeschickt werden.

Doch wir wollen jetzt unter der Menge vonGenüssen, die uns die Küchengewächse und dasQbst geben, die vorzüglichsten naher kennen ler'uen. Manche alte Bekanntschaft werden wir hiererneuern. Wir dürfen es nicht für überflüßighalten, auch bey ihnen zu verweilen. VielleichtHaben wir mehrere unter ihnen, so oft wir sieauch schon mit unsern Geschmackswerkzcugen zuuntersuchen Gelegenheit hatten, noch nie botanischbeirachiet, wissen kaum, wie sie blühen und wach-sen, da wir sie großen Tpeils in ihrer zarten In-