©finetnc Möhre. 609
rotta, laCarotte, Tab. LI[. 150). Man fttibet siewild (D. G. silvestris) und zahm (D. C. sa-tiva). Jene unterscheidet sich von dieser dadurch,daß ihre Fruchte einfache, die der zahmen aberhakenförmige Borsien haben. Auch hat die wil-de sehr nervige Blatisiiele. An Wegen, aufAckern und Brachfeldern von ganz Europa kommtdie wilde zum Vorschein, die zahme aber nur ingegrabnem Lande durch Cultur. Beyde haben ci-| hp spindelförmige Wurzel; die von der Wilden isiklcincr, blaß, unschmackhafk und holzig; dochgibt sie einiger Maßen durch den Geruch zu cr-kennen, daß sie die Mutter der mit Recht so be-liebten Möhre, der so genanntenge lben Rübesey. An ihr kann mau recht deutlich sehen, wieviel eine fortgesetzte Pflege bey einem sonst wil>den in diesem Zustande fast ganz unnützen Ge-wächs vermöge. Ihre Wurzel ist großer, flei-schiger, angenehmer von Geschmack und Farbe.Ehe die Möhrcn Samen kragen, werden sie zwey-jahrig, vier bis fünf Fuß hoch. Sie haben einenaufrechten zweykheiligcn Stengel und zweyfnchgefiederte Blatter, mit tief cingefchniltiien Blatt-lein. Die allgemeinen Blumendolden bestehenPflanzenreich III.Thl. S (|