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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Kopfkohl. ' 679

such Hcrzkohl (Pröschkohl), weil die Köpft z»möfter», zwar nicht groß aber derb |lnK Manliebt diesen Kohl außerordentlich alsZugcmüse,uudweiß ihn auf bic mannigfaltigste Art zu benutzen.

Dieß sind nun die vorzüglichsten Kopfkohl-Artenund Varietäten. Außer ihnen lernt man von Zeitzu Zeit wieder eine andre kennen , und erfährt vonihr so viel rühmliches, daß man ihren weiter»Anbau dringend empfehlen muß. So wurde derFranzösische Kohl (Lr. rciaxima canadensis) tutJahre >770 zum erstenMahle inDentschlandgebautund erreichte eine Höhe von vieriFuß. In Anjouwird er noch einmahl so hoch, und man sieht hierganze Felder mit diesem Kohl bedeckt. Aber werkann wissen, ob man nicht durch fortgesetzte Culturund Erfahrung auch in Deutschland es so weitdringen könnte. Man pflückt die größten Blätterab, die gar bald wieder durch andre ersetzt werden.Sie sind sehr zart, lassen sich ungemein weich ko-chen, und haben in Suppen, so wie auch alsKohlgekocht, einen vortrefflichen Geschmack. Die lan,gen Strünke schält man und kocht sie wie Spargelwarm, oder kalt mit Essig und Dhl. Auch fürdaö Vieh ist diese Kohlart vortrefflich und ver-