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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Meerkohl. 697

Leicht könnte derAusdruckM e e r k oh I(Grambe)auf den Irrthum leiten, es sey das auch eine Kohl-art. Allein der Meerkohl macht eine eigne, vonden Kohlarten verfchiedne Gattung aus. Der Cha-rakter derselben besteht in sechs Staubfäden, vondenen zwey so lang als der Kelch, vier aber längersind und an der Spitze eine zwcyzinkige Gabel ha-ben, wovon der eine Zinken den Staubbeutel trägt.Die herabhängende, bccrartige, kuglige Schotefällt ab, ohne aufzuspringen.

Am nördlichen Seestrande von Pommern ,Schweden , desgleichen an der Nordküste vonFrankreich , Groß-Dritannieu, insonderheit aufdcrInsel Thauet, in Glocester wächst der vortreffli-che e i g e n t l i ch e M e c r k 0 h l (Cr. maritima)wild. Die Wurzeln laufen unter der Erde fort, unddadurch vermehrt sich die Pflanze sehr. Ihr Stammwird anderthalb Fuß hoch, einfach, oder ausge-breitet und buschartig. Die Blätter sind ziemlichgroß, oval buchtig, glatt, graugrün, kraus. Ander Spitze der Stengel stehen die weißen Blütheni» ästigen Trauben. In England wird er ange.baut, und mau säet den Samen im Februar oderMärz, und bringt ihn wenigstens zwey Zoll rief