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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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6g 8 Meerkohl.

in die Erde. Im December schützt man die Pflan-zen vor dem Froste »nd befördert ihr Wachsthumdadurch, daß man sie mit einer starken Lauge vonverfaultem Mist bedeckt. Im Frühlinge kommenan den Pflanzen die Sprossen hervor, die man da-durch bleicht, daß man sie bedeckt. Man schnei-det nun die Sprossen ab ,. und fährt mit Bedeckender hervorkommenden undAbschnciden der hinläng-lich, d. i. drey und mehr Zofl langen, bis zu demZeitpuncte fort, da man sieht, daß die Blumen-ährcn sich zu bilden anfange,,. Sogar im Kellerkann man den Seekohl treiben lassen, um den Ge-nuß früher zu haben. Beym Abschneiden muß dieKrone ge,chont werden. Diese Sprossen sollen vor-trefflich, je frischer desto besser, schmecken. Znzwanzig Minute» sind sie mürbe. Viele wollenihn imÄeschmack dem Spargebvorzichen. Auch derTata rische Meerkohl (Lr. tatarica) soll einrecht gut schmeckendes Gemüse abgeben. Erwächst in Hn ngarn, der Tatarey, Sibirien , ist beyuns aber nur in botanischen Gärten zu finden.NichtznmEssen taugtderSp an i sch eMe e r ko hl(Cr. hispanica), der aber ein sehr gutes Bienen-futler abgibt, und da er fast das ganze Jahr hin-