Schnittlauch.
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Schaft, pfriemenförmige Blatter, kugelrunde Blu-mciischirme und dreyfach langgespitzte Staubfadenzeichnen sie aus. Die Zwiebel ist klein, rundlichund treibt nicht viel ins Kraut. Bey uns bringtsie keinen Samen, und wird bloß durch die kleinenNebenzwiebelchen in gutem, besonders etwas san-digem Boden fortgepflanzt. Um Jacobi wird ihrLaub gelb, dann werden sie ausgenommen. Manwählt dazu einen heflen Tag, um sie gut abtrocknenzulassen, worauf man sie auf einen luftigen Bo-den bringt, und die größer» far die Küche, die klei-nern zur Fortpflanzung bestimmt. Ihr wilderGeschmack hat sie zu Brühen und zum Spicken derBeaten sehr beliebt gemacht.
Zu den wiflkommnen Erstlingen des Frühjahrsgehört wohl derS ch n i t t l a u ch(^.8cboenoxra-swm, Ciboule, Graslauch, Tab. LXII.183*), undimmer freuen wir uns,wenn wir nach rauher Jahrs-zeit in ihm wieder das erste frische Grün auf un-sern Suppen sehen. Sein nackter Blumenschaftist gerade so lang, als die runden, pfriemen-fadcn-förmigen Blätter. In Gärten wird der Schafthöher, übrigens aber ist er von den Blättern kaumzu unterscheiden. Wir genießen vorzüglich die letz-tern, ehe sich die Blümchen zeigen. Eine gcmeiu-schaftlichc weißliche Scheide umgibt sie. Sie selbstsind bleich purpurrokh s, haben sechs Staubfaden,deren einen b wir etwas vergrößert sehen, undlassen einen oben zugespitzten Fruchtknoten c zurück.Iy 2