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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Zwiebel.

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In der Schweiz , in Schwedci:, auch in Deutsch­ land trifft man den Schnittlauch wild an. Erverlangt einen lockern, warmen, etwas sandigenBoden und wird durch Zwiebeln fortgepflanzt, weiles etwas langweilig ist, ihn durch Samen zu ver-mehren. Man wählt ihn gern zu Einfassungender Rabatten, die sein schönes Grün auf eine an-genehme Weise umgibt. Er wird immer starker,je mehr er beschnitten wird. Nur muß das nichtbey- anhaltendem Regen geschehen, da stch diesersonst leicht in die hohlen Blatter hineinzieht, sodaß sie gelb werden. Man genießt ihn frisch undgekocht, gern auch wohl vor Tische, weil er Appe-tit erregt, auch streut man ihn auf Butterbrot.Den ganz jungen, erst ausgebrüteten Hühnchenbekommt er unter ihrem Futter sehr gut.

Eine» nackenden Schaft, der nicht langer, alsdie runden Blätter ist, haldie Wi nterzw ie bel(A. fistulosiun, Ciboule de St, Jacques, Oignette184). Diese Kurze des Schafts unterscheidet siebestimmt und hinlänglich von andern Zwiebeln.Einige wolleckaber dochglauben, sie sey bloß durchAusartung entstanden. Ihr Blumenkopf ist klei-ner alö bey den gemeinen Zwiebeln, und die Staub-fäden stehen einzeln hervor,/. In so manchem siemit der Sommerzwiebel übereinkommen, so!sidoch ihr Geruch und ihr Geschmack schwacher, hatmerklich weniger Scharfe, und die Wurzel odereigentliche Zwiebel (,§L) ist etwas länglich. Man