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Spinat-
Grunde das ganze Jahr haben, und alle vierzehnTage säen, damit es nie an frischem mangle. Der inder Mitte des Augusts gesäete kann im Ockober, derim September angebaute im Winter genossen wer-den, nur überdeckt man die Saat mit etwas Stroh.DieOctober-Saat gibt ein Frühlingsgemuse. Zngeräucherten, eingepökeltem Fleische ist er einevortreffliche Speise, die der Arzt als sehr gesundempfiehlt. Für dieSchafe, das Rindvieh und dieSchweine rühmen die Lkonoiuen den Spinat alsein sehr gutes Frühfntker und rathen, den Samenin die umgestürzten Gerstcustoppeln zu säen. DiePflanze, die zuweilen unter dem Nahmen Fel!>-spinat vorkommt , ist nicht etwa, wieder Nahmevermuthen lassen könnte, eine Spinatart, sondernein Gänse fuß (Chenopodium), der in mehren!Sprachen den Bcpuahmen guter H e i n r i chcho-nu« Henricus), wohl auch stolzer Heinrich führt.Wahrscheinlich haben ihm seine Heilkräfte das eh-renvolle Beywort, gut, erworben; so wie dagegendas B i n g cl kr a u tschkercuriali.-;) in einigen Ge-genden böser Heinrich, auch böse Blume, als einschädliches Unkraukheißt. Wie aber diese Pflan-zen zu dem Nahmen H e i n r i d) kommen, der frey-lich, je nachdem man in die Geschichte Frankreichs oder Englands blickt, an etwas sehr Gutes undanetwas sehr Böses erinnert, ist schwerer abzusehen.Vielleicht liegt das Wort H a i m, ein Zaun, oderHain, ein Wald, zum Grunde, weil man die
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