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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Wiesenkohl. 727

Pflanzen da findet, und das Ganze wäre ein lächer-licher Mißverstand.

Zwar bey uns als Gcmüsckraut nicht eingeführt,aber doch als solches genießbar, ist der Wiesen-k 0 h [(Cnicus oloxaceus,Cniquet potaf>er,&il\m*nes Kratzkraut 196). Die.Gattung, wozu er ge-hört, daS Kratz kraut (Cnicus;) ist wegen derverwachsenen Staubbeutel, die um den Staub-weg eine Röhre bilden, ein Mitglied der ueuu-zehntcn Classe und der ersten Ordnung derselben.Ein eyföriniger Kelch, der aus stachligen, wieDachziegel über einander liegenden Schuppen be-steht, ein flacher, haariger Samcnboden, undSamen mit stiellosen, gefiederte» Haarkröuchen,mache» den GattungS-Charakker aus. Unser Wie-scnkohl hak einen einfachen, eckigen, leicht zerbrech-lichen, astloscn Stamm, der drey bis vier Ellenhoch wird. Die sehr großen, untern, blaßgrünenBlatter sind mit gleichlaufenden Lappen einge-schnillcn, am Rande gezahnelt und mit weichenStacheln besetzt. Nach oben zu sind sie weniger,und ganz oben gar nicht eingcschnitten. UntcrdenBlumen stehen aufrecht lauzctförmigc Blattansätze,die sie wie Schirmdecken umfassen. In ihnen be-finden sich gemeiniglich drey kopsförmige Blumen,von blaßgclber Farbe. Die Stacheln des Kelchs,die wahrend der Blüthe weich sind, verhärten sichuach dem Verblühen. Auf feuchten, waldigenGrasplätzen wachst bey uns diese Pflanze wild.