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Vierter Band. Küchengewächse und Obst.
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*8 Inländische Gemüseblumen.

Da der nicht ganz reise Samen an Geruch undGeschmack den Blumen gleichkommt, so kann manihn wie die Blnmenknofpen mir Essig ciumachcnund aufbehalten. Man bedeckt ihn dann mit fri-schen Lorberblätteru und etwas so genannlen Mu-scak-Blüthe, auch fügt man ganzen Pfeffer hinzu.Man gießt nach einiger Zeit den Essig noch einmahlab und kocht ihn, damit er nicht umschlage. Die-ser eingemachte Samen soll vorzüglich zu RagonrSsehr gut sc»n.

Der reife Samen wird als ein vortrefflichesKaffeh-Surrogat gcrühint.Bey dem gcheimcnRathvon llckcrmanii in Beudcleben traukWhisi-l i n g Kaffeh, der zur H alste aus echt cm Kaffeh, zurHälfte aus diesem Samen bestand, und der so gutwar, daß auch der Kenner getauscht werden konnte.

Zu den Gemüffblumen, die als Küchengewachsangesehen und gespeifct werden können, laßt sichmit P a lla s noch hier und da einePflanzc rechnen,die aber mcnigsiens bey uns nicht eingeführt ist.Hierhergehört dcrM c erse nfsLunianorientnlis),der in Rußland einheimisch ist, und wenn er imoffnen Felde gebaut wird, feinen Rettiggefchmackablegt: ferner dasdreplappigeLaserkraut