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Historik» kgtriae, die in 30 Folianten bis auf das Zahr 1730 herab geht, und verfertigte als Commentardazu ein Opus äiplomstioum oder eine Sammlung von mehrern tausend meistens eigenhändig von ihmabgeschriebenen chronologisch geordneten und häufig mit kritischen Bemerkungen begleiteten Urkunden in 20Folianten mit chronologischen und Sachregisterbänden^). Weiter bearbeitete er eine Geschichte des KlostersSt. Gallen in 4 Bänden mit einem ausführlichen Registerbande, und eben so eine Geschichte der Zürche-rischen Klöster. Unter dem Titel: Jmnales oeclesise ot Lupituli Idurioensis lieferte er auch ein Verzeichnißsämmtlicher Urkunden des Stiftes zum Großenmünster und ein Register darüber^). Endlich schrieb erauch einige Bände Untersuchungen über das eidgenössische Staatsrecht und über das Zürcherische insbesondere,da er sich auch mit der Politik befaßtes. — Diese von erstaunenswürdigem Fleiße und Arbeitsamkeitzeugenden historischen Arbeiten und Materialien, welche einen bleibendern Werth haben, als selbst dienoch zahlreichern Arbeiten in seinem Berufs fache, bieten dem Historiker für seine Zwecke eine reiche Fund-grube dar, und es ist eine höchst schätzbare Bereicherung unserer Manuscriptensammluiig, daß vor einigenZähren dessen ganzer in mehr als 250 Bänden bestehender historischer Nachlaß erworben werden konnte.Schade nur, daß die Bibliothek von Zhm, und auch von den vorher erwähnten verdienstvollen Gelehrten,gar kein Bildniß besitzt!
58) Es sollten ihm diese Arbeiten zur Grundlage einer auf urkundliches Quellenstudium gegründeten politischen und kirchlichenGeschichte der Schweiz dienen, welche er herauszugeben beabsichtigte und worüber er im Jahr 1726 bereits ein Programm erscheinenließ. Der Druck des Werkes ward ihm aber nicht gestattet.
59) Er machte auch den Chorherren, in deren Collegium er, als Nachfolger von vr. Joh. von Muralt, Professor der Physik, nurkurze Zeit vor seinem Tode, 1733, eingetreten war, das Anerbieten, eine vollständige Geschichte ihres Stiftes zu liefern; ward aberzurückgewiesen, da sie ihm als einem Freund und Anhänger des Copernicanischen Systems und Feind alles steifen pedantischen For-melwesens, und vielleicht noch aus andern Gründen, gar nicht günstig waren.
60) Er hatte besonders auch an der sogenannten Politischen Reformation in Zürich im Jahr i7»3, deren Geschichte er ebenfallsschrieb, sehr thätigen Antheil genommen. L. Meisters berühmte Zürcher. Thl. 2. S. 74. M. Schüler: Die Thaten und Sitten derEidgenossen. Bd. 3. Zürich t84l. S. 220.