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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
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36 (L) auszuweisen hat, die in verschiedenen Landern und zu verschiedenen Perioden, nach ganzverläßlichen Nachrichten entweder sichtbar niedergefallen oder zwar bloß zufällig aufgefunden,aber, nach aller Wahrscheinlichkeit und Analogie, allgemein auch als solche anerkannt sind;und zwar in so bedeutenden Massen, daß deren Gesammtgewicht beynahe drey Zentner erreicht.

Viele von diesen neu acquirirten, frühzeitig erhaltenen und jene, früher schon im kaiserl.Cabinette vorhanden gewesenen, so wie manche einzelne in hiesigen Privat-Sammlungen befind-liche und mehrere von entfernten Besitzern gefälligst mir zur Ansicht mitgetheilte, ausgczeich-

masse. Und unstreitig war dieser Verrath damahls schon, als wohl kaum jemand an das Zusamntensammeln dieser räth-selhasten Natur-Producte noch dachte, der reichhaltigste und in Hinsicht der Größe und Vollkommenheit der Stücke bereiteder kostbarste in seiner Art, wie er denn auch, und zwar schon viel früher ,7^8 Hrn. D. Chladni, der damahlsnur die sibirische Masse und den bey Maurkirchcn gefallenen Stein kannte, Gelegenheit verschaffte, sich in seinen bereitsbekannt gemachten Muthmaßungen über die Natur und den Ursprung dieser Massen, durch die Wahrnehmung ihrer über-einstimmenden Abweichung von allen terrestrischen Fossilien und der auffallenden Ähnlichkeit derselben unter sich, zu be-stärken, und einige Jahre später > 9 o> des Hrn. v. B uch's Aufmerksamkeit erregte, und, auf dessen Mittheilungdes Gesehenen, einer ähnlichen, entscheidenden und zu jener Zeit noch sehr gewagten, auch lange nach der Hand nochlebhaft bestrittenen Aeußerung des Hrn. Pictet, in einer Versammlung des National-Jnstitutes zu Paris , zur Bekräfti-gung diente; so wie auch ich demselben die Kenntniß zu danken hatte, die mich ein ganz unerwartet vorgelegtes Bruchstück von jenen um Stannern gefallene» Steinen, auf der Stelle als identisch und folglich gleichen Ursprunges mit jenenMassen erkennen machte, und die mir Muth und Zuversicht gab, diese vortheilhafte Gelegenheit zur vollsten Selbst-Überzeugung und zur möglichsten Ueberzeugung Anderer zu benutzen und ohne Furcht mich zu compromittiren, die Schrittezu machen, welche nöthig wären, um eine ämtliche und förmliche Untersuchung deö Factums, so schnell wie möglich, ein-zuleiten. Die sorgfältige Aufbewahrung und Aufstellung dieser, theils zufällig (der Eisenmassen aus Sibirien und Norwe­ gen und des Stein-Fragments von Eichstädt) oder bey irgend einer Gelegenheit (der Metall-Masse von Agram und desSteines von Labor) erhaltenen, theils selbst absichtlich »nd relativ », seh- pntze «vrcise beygeschafften (deö Stein-Frag-ments von Maurkirchen und des Steine» vo» v Aigle) zweydeutigen Fossilien, zeugen übrigens von der Aufmerksamkeit undWerthschätzung, welche die Wiener Naturforscher diesen Natur-Producten zu jener Zeit schon zollten, indeß so manche vonjenen oben erwähnten vierzig ähnlichen, Materiellen Belegen solcher Ereignisse, von welchen, notorisch, theils ein Frag-ment, meistens aber ein ganzer Stein, theils selbst die ganze niedergefallene Masse und zwar gewöhnlich mit authentischenNachrichten von glaubwürdigen Männern, oft selbst mit förmlich abgefaßten Urkunden, einem wissenschaftlichen Vereinezur Beurtheilung, oder Cabinetten und öffentlichen Anstalten zur Aufbewahrung eingesendet worden waren, in Verlust ge-biethen ; so daß nicht nur an diesen vermeintlich sichern Bestimmungsplätzen sich gegenwärtig keine Spur mehr von densel-ben findet, sondern selbst nur von drey derselben kleine Fragmente in Privat-Besitz nachweisbar noch vorhanden sind. Sokam einer von den bey Roa in Spanien >436 gefallene» Steine», in das königl. Museum zu Madrid ; einer von jenen ausder Gegend von Schleusingen > 552 , in das herzogl. Museum zu Rudolstadt ; der 3 g Pfund schwere, > 58 > in Thüringen gefallene Stein (nebst der im Archive zu Dresden noch aufbewahrten Urkunde) und der ; Zenl. schwere, >647 bey Zwickangefallene Stein, in die KunstkaMmer nach Dresden ; einer von jenen >664 auf der Insel Fünen gefallenen, in das königl. Natu-ralicn-Cabinett zu Kopenhagen ; der in demselben Jahrhunderts in Mailand gefallene Stein Mit dem Settaliamschen Cabinette,in welchem derselbe ursprünglich aufbewahrt gewesen, in die Ambrosianische Bibliothek daselbst; der im Canton Bern > 6 g 3gefallene, in die dortige Stadt-Bibliothek; der Stein von Terranova in Calabrien >- 56 , in die königliche Bibliothek zuNeapel ; jener von SigeNa in AragonieN >778, in das königl. Museum zu Madrid (ein kleines Ftagment davon befindetsich im königl. Museum zu Paris ); und der 6 > Pfund schwere, >775 bey Rodach gefallene Stein, in das herzogl. Natu-ralien - Cabinett zu Coburg . So würden mehrere von den vielen und große», >668 im Veroncsischen gefallenen Steinen,der damahligen Akademie zu Verona vorgelegt, und gegenwärtig scheint, wie bereits erwähnt, nur ein kleines Fragmentmehr davon vorhanden zu seyn, und so wurden Bruchstücke von den bey Nicorps in der Normandie >760 und von jenenbey Lucü >766 in Frankreich gefallenen Steinen, der Pariser Akademie eingeschickt, und nur von letzter» finden sich der-zeit noch einige kleine Fragmente im Besitze von Privaten.

(>) Nähmlich 27 Stein- und g Metall-Massen. Von ersteren möchten derzeit, >820, im Ganzen etwa 40 Notorisch undnachweisbar in Händen bekannter Besitzer indeß, wohl kaum mehr als 34 als materielle Belege von Ereignissen derArt ' deren doch dermahl beynahe > 5 » seit unserer Zeitrechnung zur nähern Kenntniß kamen, und hinlänglich beurkundetsindvon letzteren etwa >2, gleichen, obgleich nicht factisch erwiesenen Ursprunges, als Stücke oder in Fragmenten , vor-handen und noch irgendwo aufbewahrt seyn. Von ersteren besaß das Pariser Museum > 8 > 5 , nur i 3 ; das brittische Mu-seum in London >8>g, und von den vorzüglichsten Privat-Sammlern (zu welchen insbesondere auch HculaNd unhSowerby in London gehören, deren Sammlungöstand mir inzwischen zur Zeit nicht speciell genug bekannt ist) Klap-roth >6>o, 10; Lavater in Zürich t8> >, >0; BlnM enbach >8>a, >>; De Drve in Paris >9 >8, 26; Chladnii 3 ig, 27.

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