6
finden sich von verschiedener Große und Ausdehnung, doch meistens nur sehr klein, hin und wieder auch selbst in den(Andrücken der cvnveren Fläche, am meisten aber und von ausgezeichnet silberweißer Farbe am übergebogenen unternSeitenrande der ebenen Fläche, der übrigens mit äußerst dünner, glatter, schwarzbrauner Rinde bedeckt ist. Die ganzeOberfläche der Masse, jene der großen Vertiefungen und der angränzendcn flachen Stellen der ebenen Fläche ausgenom-men, erscheint dein bloßen Auge beynahe glatt, bey näherer Betrachtung mit einer Loupe aber erscheint sie, und zwarin allen Vertiefungen und (Andrücken, äußerst fein gekörnt, chagrinartig rauh; an allen, dunklem und glänzendem,Erhabenheiten und Stellen dagegen mehr glatt und nur zart aderig, metallische Ramifieationen bildend, die sich ziemlichweitschichtig, und meistens von dem Rücken der Erhabenheiten über die Verflächung zu beyden Seiten gegen die Ein-drücke , welche sie begränzen, hin verlaufen; an den rein metallischen, glänzenden Stellen erscheint sie aber vollkom-men glatt und spr'egelich. Betrachtet man diese letztem Stellen genauer, so ersieht man bald, daß sie von einer äußerstzarten Decke oder Rinde entblößt sind, welche wie ein dünnes Oberhäutchen die ganze Masse umkleidet, sich über alleVertiefungen und Erhabenheiten ziemlich gleichförmig ausdehnt, und jenes geäderte oder chagrinartig rauhe Ansehender übrigen Oberfläche hervor bringt, und die hier an diesen Stellen, wie ihre Ausrandung zeigt, welche einen offenba-ren gewaltsamen Bruch, bisweilen aber auch eine natürliche Begrenzung erkennen läßt, entweder zufällig oder absichtlichabgerieben oder abgeschlagen, bisweilen aber auch in ihrer ursprünglichen Bildung unterbrochen worden ist (i).
So wenig auffallend jene verschiedenartige Beschaffenheit der Oberfläche, und insbesondere ihre Rauhigkeit, unddie Existenz dieser zarten Rinde, an der convexen Fläche sowohl, als auch an den, in den übrigen Beziehungen dersel-ben entsprechenden und gleichartigen Stellen der entgegen gesetzten ebenen Fläche erscheinen, um so auffallender und indie Augen springender zeigen sie sich hier auf jenem Theile dieser Fläche, der auch in den übrigen Rücksichten so we-sentlich von der Beschaffenheit der ganzen übrigen Oberfläche abweicht, und hier erscheint alles gleichsam nach einem ver-größerten Maßstabe.
Die körnig-rauhe Oberfläche der drey großen, und selbst einiger an dieselben gränzender kleinerer Vertiefungenzum Theil, so wie auch der zwischen jenen und an und um dieselben liegenden ebeneren Stellen, spricht sich hier demunbewaffneten Auge, so wie dem Gefühle, sehr deutlich aus, und eben so auffallend erscheinen die glatten, rein me-tallischen, eisengrauen, nur durch neu entstandenen Eisenrvst hie und da matt angeflogenen Flecken von beträchtlichemUmfange, die sich vorzüglich auf den ebeneren Stellen finden, lind welche die ursprüngliche Bedeckung durch eine ähnlichekörnig-rauhe (hier ganz unverkennbare, meist zufällig, und wohl noch mehr absichtlich abgeschlagene, oder vielmehr ab-geschälte) Rinde um so deutlicher erkennen machen, da sie an allen diesen Stellen durchgchendö von ansehnlicher Dickeist, die selten weniger als eine halbe Linie, gewöhnlich H LinieU beträgt.
Schon mit freyem Auge kann man hier erkennen, daß die Rauhigkeit dieser Rinde durch kleine und äußerst kleinerundliche Erhabenheiten oder Wärzchen hervor gebracht wird, welche unordentlich dicht an einander gehäuft, bisweilen inkurze Schnüre einzeln an einander gereihet, oder hie und da zu feinen Adern, und, wie wohl selten , zu großem Tropfenoder Flecken von verschiedener Form zusammen geflossen sind. Mit der Loupe betrachtet, erscheinen diese Erhabenheitenals einzelne, gleichsam aus der Masse ausgeschwitzte, aufsitzende Tröpfchen mit converer, etwas rauher, gewisser Ma-ßen geträufter Oberfläche, von schwarzer Farbe und pcchartigem Glänze, die an einander gereiheten oder mehr oder we-niger zu Adern zusammen geflossenen aber etwas abgeplattet, und die Zwischenräume sind mit einem erd- oder ocher-bräunlichen Cement ausgefüllt, welches, da diese sowohl an sich als zusammen genommen mehr Raum ausfüllen alsjene Tröpfchen, eine solche rauhe Oberfläche im Ganzen rostbraun erscheinen machen.
Ein mittelst eines Meißels losgetrenntes Blättchen solcher Rinde, das sich, wenn die Continuität einmahl unterbro-chen ist, an solchen Stellen sehr leicht von der glatten, selbst spiegelichen Oberfläche der Masse abschälen läßt, zeigt an denBruchstellen gar keine schlackige oder poröse Beschaffenheit, sondern vielmehr, und zwar an den Bruchrändern, eine zart- undziemlich geradfaserige Textur nach der Dicke des Blattes. Die Fasern scheinen durch ein ähnliches ocherartiges, bräunlichund röthlich - gelbes Cement verbunden, oder vielmehr selbst (durch Einwirkung der Luft, welche zwischen die Rauhig-keiten der Oberfläche eingedrungen seyn konnte) in eine solche ocherartige Substanz verwandelt worden zu seyn, und ge-
(») Unverkennbar ist die Aehnlichkeit dieser Rinde, und überhaupt der Beschaffenheit der Oberfläche in dieser Beziehung, mit jenerder Meteor-Steine, zumahl aus der Suite der stark eisenhaltigen, wie z. B. der Steine von Eichstadt, Timochin, Tabor,Barbotan, L'Aigle rc., und in gewisser Beziehung der von Chantonnay, Erxleben und Ensisheim .