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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
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wenn je, durchaus von ganz einerley Beschaffenheit findet, abgesehen selbst von Form und Größe; daß er im Gegen-theile gewöhnlich, selbst in einem und demselben Bruchstücke eines Steines, sollte dieses auch nur ein paar Zoll Ober-fläche biethen, wenigstens in zwey oder drey, oft aber in noch mehreren, und nicht gar selten in einer ganzen Suitevon Zustandöveranderungen in allen oben angeführten Beziehungen erscheint: vom unvollkommensten, kaum von derGrundmasse unterscheidbaren Zustande, bis zum vollkommenst ausgebildeten, scharf geschiedenen, vollkommen glasarti-gen; und nicht minder merkwürdig ist es, daß er sich eben so und oft in einzelnen Zustandöverschicdenheiten, ganz aus-nehmend ähnlich, bey, nach Zeit und Ort des Niederfallenö, sehr verschiedenen, übrigens im Ganzen oder in andernBeziehungen mehr oder minder sich ähnlichen, Steinen zeigt, und solcher Gestalt einerseits die Unterscheidung solchen,sich oft ganz ähnlicher Steine oder Bruchstücke verschiedener Abkunft die sonst durch ihn, gerade der vielen Modifi-kationen wegen, in welchen er vorkommen kann, am leichtesten wäre sehr schwer und unsicher macht; andererseitsaber einen und oft ausschließlichen Anhaltspunct zur Wiedererkennung und Nachweisung einer 'Analogie zwischen sonstgar sehr heterogen scheinenden Massen darbiethet; so wie er denn auch die Homvgeneität der Materie, die Gleichförmig-keit des BildungS - Prozesses und die Allgemeinheit der Herkunft aller dieser Massen bewährt, und den vorzüglichstenCharakter der natürlichen Versippung derselben begründet. Und so wie einerseits diese mannigfaltigen Modifikationenund die unverkennbaren Uebergänge derselben in einem und demselben Bruchstücke, so wie die Uebereinstimmung darin inverschiedenen, der Grundmassc und allen Beziehungen nach oft sehr von einander abweichenden Steinen, und das all-mähliche, oft kaum erkennbare Hervortreten dieses Gcmengtheileö « der Grundmasse die Homvgeneität desselbenmit dieser bewähren, welche auch die Analyse bestätiget (i), und auf eine bloße Zustandövcränderung der Masse, durchwelche diese Umbildung oder Ausscheidung in verschiedenen Graden bewirkt wird, schließen lassen; so scheint wohl ande-rerseits auch aus denselben, so wie aus der Suite der oryktognvstischen Merkmahle (2), und den Resultaten der physi-schen (5) und chemischen (4) Untersuchungen, die vollkommenste Identität dieses GemcngtheileS, trotz dessen anschei-nender Verschiedenheit, nach den verschiedenen Graden seiner stufenweisen Ausbildung, nicht nur in allen eigentlichenMeteor-Steinen, sondern auch mit der olivinartigcn Substanz (5) im sibirischen Eisen, hervorzugehen, und man

(1) Wie bereits in einer früheren Note gezeigt worden ist.

(s) Gefügc, Festigkeit, Harte, Bruch, Bruchstücke, Durchscheinenheit, Glanz, und vollends die Farbenreihe, die, wie vorzüg-lich die Mafsentheilchen zeigen, Grün immer zum Typus hat, welche den mannigfaltigen ZustandSverschicdenheiten und ihrenallmählichen Uebergangen entsprechen.

(3) Das specifische Gewicht kann der Kleinheit der Massen wegen nicht wohl bestimmt werden, auch muß dasselbe nach den verschie-denen Zustandsveränderungen nothwendig abweichen, und nach dem sehr abweichenden Gehalte an verlarvtcm sowohl, als selbstan mechanisch eingemengtem metallischen Eisen (der bey diesemGemengtheilc in den Meteor-Steinen gewöhnlich ungleich grö-ßer ist, als bey der olwinartigen Substanz im sibirischen Eisen) sehr verschieden sey». Das specifische Gewicht der olivinartigen Substanz in, sibirischen Eisen (^ 3,263 bis 3,3 nach B ournon) stimmt aber ganz genau mit jenem des terrestrischenOlivms überein (^ 3,225 nach Werner; 3,265 nach Klaproth). Die Schmelzbarkeic, die Graf Bo u r no n mit einemKügelchcn aus einem Steine von Benares erprobte (wo dieser Gemengthcil zwar besonders ausgeschieden, aber eben m keinemhohen Grade von Ausbildung vorkommt), ist eben so schwer, wie die der olwinartigen Substanz in, sibirischen Eisen und diedes terrestrischen Olivins .

(4) 3» so ferne die Zustandsverschiedenheiten dieses Geinengtheiles von dem Mischungsverhältnisse abhängen, in so ferne mag wohlauch dieses sehr mannigfaltig seyn, inzwischen wich dasselbe nach Howards Analyse bey einer Masse der Art aus einemSteine von Benares nur höchst unbedeutend von jenem ab, welches er bey Zerlegung der olwinartigen Substanz aus dem sibi-rischen Eisen erhielt, und zwar wohl zu bemerke» selbst weniger, trotz der Verschiedenheit beyder Massen im Acußcr»,als das von Klaproth bey derselben Substanz gefundene von dem seinigen. (Howard erhielt nähmlich aus dem kugclich-tcn Gemengtheile des Steines von Benares 5o Percent Kiesel - und >5 Percent Talkerde, und aus der olwinartigen Sub-stanz des sibirischen Eisens 54 Percent Kiesel- und 26 Percent Talkerde; Klaproth dagegen aus derselben Substanz vonersterer st», von letzterer aber 38 Percent. Den Hauptunterschied macht der Gehalt an Eisen, wovon Howard aus derkugclichten Masse 34 Percent, aus letzterer nur 16, und Klaproth »8 Percent erhielt.) Und noch unbedeutender ist dieAbweichung im Mischungsverhältnisse zwischen dieser und dem terrestrischen Olivin (in welchem die Kieselerde 5o bis 62, dieTalkerde 3y bis 38, und das Eisen i» bis 12 Percent betragt); auffallend dagegen die nahe Uebereinstimmung darin zwi-schen allen drey Substanzen und der Gcsammtmaffe der Steine von Erxleben und Ehaffigny. (Klaproth erhielt aus erste-rem nebst etwas Kalk- und Alaunerde, Nickel, Manqan , Chrom und Schwefel> 35 Z Percent Kiesel- und 2 b 4 Per-cent Talkerde und 3r Percent requlinisches Eisen; Stromeyer aus demselben nebst den gleichen Nebenbestandtheilenund H Percent Nacrum 36 H Percent Kiesel- 23 4 Percent Talkerde und 244 Percent metallrsches und 5^ Percentozydulirtes Eisen. Vauquelin fand im letzteren ohne Nebenbestandtheile, außer 2 Percent Chrom 33 PercentKiesel- 32 Percent Talkerde und 3> Percent Eisenoxyd.)

(5) Schon Graf Bournon hat auf diese Identität aufmerksam gemacht. Und so wie einzelne Massen dieses Geinengtheiles in

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