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ncte folgt. (Höchst wahrscheinlich Eisen-Oxydul oder Schwefeleisen, welches letztere, wie seines Ortes gezeigt werdenwird, nicht nur dem filmischen, sondern selbst den dichtesten und derbsten Meteor-Eisenmassen häufig eingemengt ist.)Es zeige» sich übrigens jene Körner, Zacken und gefletschten Blattchen sehr wirksam (doch wie mir däucht gefunden zuhaben (i), etwas schwächer als gewöhnliches weiches Eisen und selbst als derbes Meteor-Eisen) auf die Magnetnadel,und bewahren sich durch alle diese Eigenschaften, so wie durch die Resultate der Analyse, als regulinischeö Eisen ( 2 ).
Das specifische Gewicht dieses Eisens ist bedeutend geringer als jenes vom Roh - und Stabciscn sowohl, als ins-besondere vvm derben Meteor-Eisen ( 5 ). Graf Bvurnon fand es bey jenem aus einem Steine von Tabor— 6,146, und ich bey einem großen Korne und einem Blattchen aus einem Steine von L'Aigle zwischen 6,00und 6, 60.
Auf geschliffenen und polierten Flachen erscheint dieser Gemengtheil noch ungleich deutlicher, da durch Schnitt undPolitur die kleinsten Metalltheilchen rein und spiegelicht glänzend zur Ansicht kommen. Er zeigt sich hier nun erst inseiner wahren Menge ( 4 ), die gewöhnlich nicht gering ist, so daß er nach einer beyläufigen, oberflächlichen Abschätzungbisweilen ss oder ;, d. i. o, 20 bis o, 30 (wie z. B. in den Steinen von Eichstädt, Timochin, Tabor, Char-sonville rc.) der ganzen Masse beträgt, meistens aber doch nur den zehnten oder zwanzigsten Theil des Ganzen aus-machen möchte, d. i. 0 ,10 bis 0,05 (wie in den Steinen von L'Aigle , Lissa rc.), und oft auch in äußerst gerin-ger Menge, so daß er kaum ^ der Masse beträgt, — 0,02 (wie in den Steinen von Maurkirchen, Siena ,
Talkolde enthalten soll), scheint hervor zu gehen, dasi die erdigen Bestandtheile als Metalle oder Metalloide mit dem metalli-schen Eisen in irgend einem Verhältnisse chemisch verbunden sind. Eine Muthmaßung, die durch daS auffallend geringe spe-cifische Gewicht, durch die, wie scheint, schwächere Wirkung auf den Magnet, und durch die Grunde, welche Klaprothbestimmt haben, alles in den Meteor-Steinen vorkommende Metall als regulinisch anzunehmen, wovon in der Folge dieRede seyn wird, noch mehr Gewicht erhält. Bekanntlich erhielt auch Daniel! bey Untersuchung des Gußeisens , und Ber-zelius bey der Analyse eines gemeinen Schwefelkieses, Kieselerde (Silicium).
(») Ich will dieß vor der Hand noch nicht als ausgemacht behaupten, bis ich im Stande bin, durch genauere Versuche, die eineeigene Vorrichtung nothwendig machen, die Beobachtung zu bewähren.
(2) Und zwar stets mit Nickel'legirc, so daß diese Verbindung als charakteristisch für alles Meteor-Eisen im regulinischen Zustandeangenommen wird, und eS daher sehr befremdend wäre, wenn die Steine von Agen, nach Vauquelin , da sie doch sichtlichbedeutend viel Gediegeneisen führen, keine Spur von jenem Metalle enthielten. Nach den neuesten, zum Theil absichtlichin dieser Beziehung vorgenommenen Analysen Stromeyer's, scheint das Mischungsverhältniß dieser Metalle in den ver-schiedenen Meteor-Steinen und Eisenmassen ziemlich gleichförmig, nähmlich in ersteren von 7 bis 10, in letzter» zwischen rc»und r, Pcrcent des Nickels zum Eisen, und im Allgemeinen jenes des Nickels bedeutend höher zu seyn, als es bisher vonden meisten Analytikern angegeben wurde. (So hatte Klapr ot h in der Total-Masse des Steines von Er.rleben nur ^ Per-rent Nickel gefunden, indeß Srr 0 meyer 1 -- Percent fand, und ersterer in der Masse eures Steines von Timochin, beyeinem , selbst ausgewiesenen, Gehalte von 17 k Gran regulinisch vorhanden gewesenen Eisens, kaum z Percent; so fand der-selbe im sibirischen Eisen nur rj, im mexikanischen 3 4, im Elbvgner 24, im Agramer 3 -- Percent Nickel. Howard,Vauquelin und N. A. Scher er geben bey den von ihnen vorgenommenen Analysen höchst ungleichförmige, zum Theilviel zu groß, zum Theil viel zu gering scheinende Verhältnisse von diesem Metalle an.) Daß, wie Stro meyer meint,Nickel mit Eisen, als Oxyd, auch in den erdigen Gemengtheilen chemisch enthalten sey, ist deßhalb, im Allgemeinen wenig-stens unwahrscheinlich, weil Vauquelin in den Steinen von Chassigny, und Moser und Klaproth in jenen von Stau-nen, durchaus keine Spur davon auffinden konnten, jene aber, welche Vauquelin in letzteren bemerkte, wohl in dem vor-handenen Schwefeleisen, und der Gehalt, den Howard davon in den abgesondert zerlegten erdigen Gemengtheilen der Steinevon BenareS fand, ohne Zweifel in den mikroskopisch eingeinengten Gcdiegeneisen- und Kiestheilchen enthalten gewesen seyndürfte.
( 3 ) Von ersteren kann man iin Durchschnitt wohl 7,2 bis 7,7 annehmen, von letztem fand ich dasselbe, und nahmentlich vom me-xikanischen, kroatischen, böhmischen, ungarischen und peruvianischen Eisen zwischen 7,600 und 7,680. Höchst merkwürdigist, daß jenes vom stbirijchen Eisen gleichsam das Mittel zwischen letzteren und jenem des Eisens aus Meteor-Steinen hält; ich fanddasselbe e-x 7,540, nur etwas geringer als Karsten, der es mit 7,578, wie es auch Werner und Hausmann annah-men , angibt. Graf Bvurnon gibt es mit 6,487 an, diesem möchte aber wohl eine Irrung zum Grunde liegen;
(4) Es ist sehr z„ beklagen, daß die Analytiker bisher so wenig Rücksicht auf den Gehalt der Meteor-Steine an mechanisch singemengte,» Gediegeneisen genommen, und denselben gewöhnlich nur im Ganzen, bald, wie V a uq u e l i n alles als Oxyd, wiees aus der ganzen Masse durch die Operation erhalten wurde, bald, wie Klaproth alles als regulinisch, nach Calcul, an-gegeben haben; so daß man weder von dem Zustande, in welchem sich das Eise» in der Steinmaffe befand, ob ganz rein undgediegen, oder mehr oder weniger mit Schwefel vererzt, als Kies - oder Schwefeleisen, oder mehr oder weniger mit Oxygenverbunden, als Oxyd oder Oxydul, noch weniger von den gegenseitigen quantitativen Verhältnissen etwas erfährt, wie dieß bisjetzt beynahe nur aus Str 0 meye r's musterhaften, leider nur wenigen Analysen, zu ersehen ist. Es wäre zu wünschen, daßsie jedes Mahl das mechanisch eingemengte Gediegeneisen, so genau und rein wie möglich, aus der fein gepülverten Steinmassevon bestimmtem Gewichte mittelst einer Magnetnadel ausziehen, und dieses für sich angeben und untersuchen möchte».
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