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deß jener der erster» sich in verschiedenen Abstufungen aus dem erdigen durch den dichten und ebenen nur allmählich dem-selben nähert. Nur wenige, selbst von den ausgeschiedeusten, zeigen einigen Grad von Durchscheinenheit an den scharfenKanten ihrer Bruchstücke, alle aber im Bruche und auf einer geschnittenen und polierten Fläche — wo sie mehr oderweniger rissig und zersprungen erscheinen — nach den verschiedetttn Graden ihrer Dichtheit, einen mehr oder wenigerfettigen, oder doch schimmernden Glanz, und eine aus dem Grauen ins Lauch- oder schmutzig Olivengrüne und insBräunliche ziehende Farbe. Dort, wo der Art vollkommen kugelichte und scharf ausgeschiedene Massen im Bruche aus-gefallen sind, findet sich eine dem Volumen und der Form derselben entsprechende Grube in der Grundmasse, derenWände, von übrigens mattem, erdigem Ansehen und weißlich-grauer Farbe, verdichtet und gleichsam geglättet er-scheinen (i).
Die Gediegeneisentheilchen zeigen sich beynahe noch sparsamer, aber in erwaö gröbern Körnern und Zacken als anden Steinen von Siena , und ebenfalls von licht stahlgrauer, '»s Silberweiße fallender Farbe und metallischem Glänze;die Kies-Partikelchen dagegen zwar eben so sparsam in zerstreuten, zarten, glänzenden, meistens gelblichen Körnern, häu-figer aber in gräßern Partien feinkörnig, ober als größere Massen bröcklig (in etwas stumpskantigen, minder sprödenund leicht zerreiblichen Stücken) angehäuft, und mehr von zinkgrauer, etwas ins Röthliche ziehender Farbe und schwä-cherem Glänze (2). Von Rostflecken zeigt sich kaum eine Spur (obgleich doch, und zwar schon vor eilf Jahren, eineFläche des Stückes abgeschliffen und poliert worden war), und eben so wenig von deutlich eingemengtem Oxyde. Auchvon Adern und Gängen, oder einer sonstigen Zustandsveränderung der Steinmasse, findet sich durchaus keine Andeutungan diesem Stücke.
Timochin.
Ein charaN-nstisch-s S»a>k, » Loth 3 Lu-Nkchm 1»l-g«nd, «-N d-m am , 3 . MSrj 1807 b-y Timochin <im Jllch-now'schen Kreise, im Smolenök'schen Gouvernement) in Rußland einzeln niedergefallenen, bey 140 Pfund wie-genden Steine (z), welches Klap roth von einem mir zur Ansicht mitgetheilten 18 Loth schweren Bruchstücke in sei-nem Besitze, abschneiden zu lassen gestattete, und der kaiserl. Sammlung gefälligst überließ.
Es zeigt dasselbe das Innere der Steinmasse auf einer geschliffenen und polierten, nur an einer Seite an Rindeanstehenden Fläche, von 2 ^ Quadrat-Zoll Oberfläche.
Der Cohäsions-Zustand der Masse im Ganzen ist nicht viel fester und dichter als bey den Steinen von Bena-reö, aber inniger, wie es scheint, durch Vermittelung der so häufig eingemengten, rauhen und zackigen Gediegcnei-fentheilchen, und vorzüglich der vielen Rostflecke. Die Grundmasse für sich wäre, abgesehen von letztem, auch wohletwas zerreiblich; in jenem Zusammenhange gibt sie aber, wahrscheinlich doch nur mittelst des häufig vorkommenden oli-vinartigen Gemengtheiles, ziemlich leicht Funken am Stahle. Uebrigcnö ist sie nicht sonderlich feinkörnig, weniger bey-nahe als die der Steine von Benares .
Der Aggregats-Zustand ist, obgleich der olivinartige Gemengtheil so häufig, und zum Theil eben so scharf be-gränzt (aber lange nicht so abgesondert) und kugelicht (aber viel kleiner) ausgeschieden erscheint — und wahrscheinlich
(>) So wie diese Steine einerseits durch die Beschaffenheit der Grundmasse — und in vielen andern Beziehungen — jenen vonSiena (und noch mehr jenen von Maurkirchen, Parma , Eggenfcld) gleichen; so nähern sich dieselben andererseits durch dieArt der Ausscheidung sowohl, als durch die Beschaffenheit des olivinartige» Gemengtheiles — wenigstens in den hier einzelnvorkommenden niedern und mittlern Graden — den meisten übrigen Meteor-Steinen, zumahl jenen von Timochin (Eich-städt, Tabor, Barbotan u. v. a.). Nur die besondere Größe einzelner Massen desselben, und die vollkommene Ausscheidungund Absonderuug einiger derselben aus der Grundmasse, ist diesen Steinen ganz eigenthümlich, obgleich sich auch hierin jenevon Weston denselben sehr nähern.
( 2 ) Auch hier spricht sich der geringe Gehalt an Gediegeneisen (das kaum 3 Percent ) und an Schwefeleisen (daS höchstens das Dop-
pelte von jenem betragen möchte) durch das geringe specifische Gewicht (-^ 3,35) und durch den äußerst schwachen Magnetis-mus der Steinmasse im Ganzen aus; doch beträgt der Total-Gehalt an Eisen auch bey diesen Steinen nach Howard undVauquelin 34 bis 38 Percent.
(3) Außer Rußland dürften Bruchstücke von diesem Steine wohl sehr selten zu finden seyn, und außer dem Klapr 0 l h'schen ist
mir nur eincS in Blumenbach's, und ein anderes in Chladni's Besitze bekannt.
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