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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
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eine Zinkweiße, etwas ins Gelbliche oder Nvthliche fallende Farbe, und einen etwas schwachem Glanz auszeichnen, da«für erkennen. Besonders häufig aber zeigen sich die Rostflecke, so daß man sie nach Ch la dni allerdings für dieseSteine (aber eben so für die Steine von Eichstädt, Charsonville, Barbotan u. e. a.) als charakteristischansehen kann, indem sie beynahe die Halste der Stcinmasse ausmachen, und derselben ein ganz eigenthümliches mar«morirteö Ansehen geben. Sie sind übrigens hier sehr klein, zart, matt, rrdig, und von besonders dunkler gelblich-brau«ner Farbe.

Von Oxyd oder ähnlichen Partikelchen zeigt sich keine deutliche Spur; eben so wenig von Adern und Gängen odereiner andern Veränderung der Steinmasse.

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Charsonville.

Cin großes, 1 Pfund schweres Stück von einem der am November 1810 in der Gegend von Charsonville beyOrleans (Departement d u L o i r e t) in Frankreich niedergefallenen Steine, welches während meiner Anwesenheitin Paris (igist) auf mein Ansuchen und mit Genehmigung der königlichen Administration des Museums der Natur-geschichte, von einem daselbst aufbewahrten Bruchstücke (i), von 11 Pfund am Gewichte, abgeschnitten, und mir,nebst mehreren andern, für die kaiserliche Sammlung gefälligst mitgetheilt wurde ( 2 ).

Es ist dasselbe, auf der zum Theil mit Rinde bedeckten, zum Theil verbrochenen, gewölbten Außenseite liegend, vonder durch den Schnitt erhaltenen, ganz ebenen, aber noch unpolierten Fläche dargestellt, die das Innere der Stcinmasseauf einer Ausdehnung von ungefähr 4 Quadrat-Zoll, und, wo am dicksten, in einer Tiefe von beynahe 1 Zoll vonder äußern Oberfläche des Steines, zur Ansicht bringt.

Der Cvhäsions - Zustand der Masse ist sehr fest und dicht, so daß sie sich hierin den compactesten und härtestenMeteor-Steinen (jenen von Ensiöheim, Erxleben, Chant onnay) nähert, indeß sie doch nur etwas schwerFunken gibt. Der Aggregats - Zustand ist ebenfalls sehr fest und innig, und dabey auch sehr gleichförmig da derolivinartige Gemengtheil äußerst wenig, nur höchst unvollkommen und schwach ausgeschieden, und von der Grundmassein allen Beziehungen nur wenig abweichend, und selbst sehr gleichförmig erscheint und dicht sandsteinartig, von äu-ßerst feinem, sehr gleichförmigen Korne.

Die Grundmasse, welche hier besonders stark vorwaltet, und abgesehen von den eingemengte» Metallthcilchen, undohne Loupe betrachtet, bis auf wenige Massen, in welchen sich der andere Gemengtheil etwas deutlicher ausspricht, bey-nahe die ganze Steinmasse zu constituiren scheint, indem sie größten Theils allmählich und sehr unmerklich in jenenübergeht' hat ein ganz mattes, erdiges, aber, selbst auf rohen Bruchstellen, eben kein sehr rauhes noch mageresAnsehen, und eine aschgraue, nur wenig ins Bläuliche ziehende Farbe.

Der olivinartige Gemengtheil erscheint darin nur sehr schwach und undeutlich ausgesprochen, in sehr sparsamen,einzelnen, zerstreuten, sehr und äußerst kleinen, oft kaum merklich ausgeschiedenen, oder doch nur sehr schwach begränz-ten, meistens rundlichen oder ovalen, doch auch stumpfeckigen Körnern, von mattem, erdigen Ansehen, und licht asch-grauer, gelblicher, bläulicher, nur selten bräunlicher Farbe. Die meisten dieser Massen unterscheiden sich bloß durch et-was größere Dichtheit, Feinheit im Korne, und durch ihren Umriß von der Grundmasse, und gleichen zum Theil voll-kommen jenen, welche in dem zuvor beschriebenen Steine von Tim och in in ziemlicher Menge, einzeln aber in den mei-

(1) In dem, dem Werke Chladni's angeschlossenen Verzeichnisse der Meteor - Massen der kaiserl. Sammlung, ist aus Versehendieses Bruchstück als ein ganzer Stein angegeben worden. Aus Big 0 t de M 0 r 0 gues verläßlichen Nachrichten über die-sen Steinfall ergibt sich aber, daß dasselbe selbst nur ein Bruchstück, und zwar von dem einen größern der niedergefallenenund aufgefundenen Steine war, dessen Gewicht bey 40 Pfund betrug, welches IX Pellieux zu Baugenci an den damah-ligen Minister des Innern (Grafen Montalivct) einsendete, von welchem dasselbe an das königl. Museum abgegebenwurde.

(2) Obgleich dieser Steinfall hinsichtlich der Zahl der gefallenen Steine nicht sehr beträchtlich war, indem deren nur drey im Fallebeobachtet, und davon selbst nur zwey aufgefunden wurden; so gehört er doch der Masse nach zu den bedeutenderen, da dereine der aufgefundenes Steine bey 4 », der andere 20 Pfund wog. Indessen ist mir außer obigem getheilten Bruchstücke nurnoch eines in De Drüe's, und ein zweytes in Chladni's Besitze bekannt.

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