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Rande des Stückes etwas schief quer über die Flache zum andern, die aber beyde nicht die Gränzen des ursprünglichenSteines und dessen Oberflache bezeichnen, indem sie verbrochen und rindenlos sind. Sie ist an einem Ende bey H Li-nien breit, verschmälert sich allmählich, und läuft gegen das andere beynahe haarfein aus. Im Verlaufe macht sie nureinige schwache und kleine Biegungen, und erscheint bald breiter, bald schmäler, so daß sie an einigen Stellen gleichunmittelbar darauf schnell abnehmend, kaum H Linie breit ist, zeigt aber nur einen einzigen, zarten Seitenzweig imersten Drittel ihres Laufes, der unter einem ziemlich spitzen Winkel von ihr ausgeht, schief vor- und aufwärts steigt,und sich sehr bald haarfein in die Steinmasse verläuft. In derselben Gegend zeigt sich ein eben so zarter, aber unauö-gefüllter, leerer Riß oder Sprung in der Steinmasse, der quer vom Rande herkömmt, und sich nahe an der Haupt-ader verliert, ohne mit ihr in Berührung zu kommen; ein zweyter ähnlicher zei^t sich am andern Ende derselben, dereine Strecke weit schief einwärts geht. An beyden Rändern des Stückes, wo dickx Ader ausgeht, und wo absichtlichein kleines Stück abgeschlagen wurde, um den Verlauf in die Tiefe zu verfolgen, '^eigt sich, daß diese Ader eine anBreite oder Mächtigkeit den beyden Ausgängen entsprechende Lage bezeichnet, die in schiefer Richtung (unter einemWinkel von etwa 60° gegen die Oberfläche) die Steinmasse auf eine Tiefe von einem halben Zoll durchsetzt.
Die zweyte Ader geht von demselben Rande aus, weicht aber im Verlaufe von jener ab, uno zieht ebenfalls etwasschief und quer über die Fläche gegen einen andern Rand hin, wo wirklich von Außen Rinde ansteht, in welche sie sichverläuft. Sie ist beynahe durchaus im ganzen Verlaufe haarfein, nur in ihrer Mitte bildet sie gleichsam einen ovalenWulst oder Botzen (2 Linien lang, 1 Linie breit) , der durch einen quer aus der Mitte der Fläche herkommenden schwa-chen Riß etwas zerklüftet ist — und erscheint zwey Mahl etwas bogenförmig in entgegen gesetzten Richtungen geschwungen. Sie zeigt wohl hin und wieder eine Spur von Seitenzweigen, die von ihr unter verschiedenen Winkeln und inverschiedenen Richtungen ausgehen, und gegen einen Rand hin oder in die Steinmasse verlaufen — sie sind aber mi-kroskopisch fein, so wie eine ähnliche Ad«, die in geringer Entfernung von dieser, und fast in paralleler Richtung mitihr, frey mitten auf der Fläche eine Strecke fortläuft; dagegen findet sich ein Netz von ähnlichen Adern, gegen den ei»neu Rand des Stückes, die theils von diesem, theils von jener Hauptader ausgehen, und eben so wechselseitig gegeneinander sich verlaufen, unter sich verzweigen, einmünden, und verschiedentlich sich durchschneiden und kreuzen.
Alle diese Adern zeigen, sowohl auf der geschnittenen Fläche als an den, dieser entgegen gesetzten, frischen Bruch-stellen, eine matte, schwärzlich- bläulich - oder dunkel schiefer-graue Farbe, durch welche allein sie sich von der übrigenSteinmasse unterscheiden. Die Substanz selbst ist gar nicht fremdartig, durch gar nichts von jener getrennt, sondernbloß durch die Farbe, durch diese aber scharf von ihr geschieden; im Gegentheil ist die Verbindung und der Zusammen-hang mit derselben sehr fest und innig, so zwar, daß die Steinmasse beynahe leichter quer über als an und in derRichtung dieser Adern bricht, zumahl wenn sie von einiger Dicke sind. Die Unebenheiten jener setzen sich ununterbrochenund in derselben Richtung über diese fort; der Bruch ist ganz derselbe, nur etwas dichter, und an einer, obgleich nurkleinen Stelle der breitern Ader, zeigt sich eine Spur von unvollkommen schiefriger Textur- in perpendiculärer, aberetwas schiefer und gekrümmter Richtung. Es wirkt diese Ader-Substanz übrigens etwas stärker als die übrige Stein-masse , aber doch schwächer als die Außenrinde, auf die Magnetnadel, auch ist dicht an ihr und mitten in ihr, eben sowie in der ganzen Masse, Gediegeneisen eingesprengt. Mit der Rinde des Steines hat sie weder der Farbe, noch weni-ger der Textur und übrigen Beschaffenheit nach, die geringste Ähnlichkeit. Von einer anderweitigen, dieser Substanzmehr oder weniger ähnlichen Beschaffenheit der Steinmasse, von Absvnderungsflächen oder metallischem Anftuge zeigt -sich an diesem Stücke keine deutliche Spur (1).
stärkere, und darunter eine von r bis 3 Linien in der Breite oder Mächtigkeit, und von sehr abweichender Dicke oder Tiefe.Hauy und Vauquelin haben an dem großen Bruchstücke des Museums, welches mit letzterm Stücke B i g o t's von dem,selben Steine herstammt, nur eine Ader bemerkt, indeß an dem hier beschriebenen, unmittelbar von ersterem abgeschnittenenStücke, deren zwey vorkommen.
(,) An einem kleinen Stücke, daß ich selbst besitze, findet sich eine Absonderungsfläche mit metallischem, graphitähnlichen Anfinge,ganz von der Art, wie an dm Steinen von Pork, Sigena, Laponas rc.