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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
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83
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Ulld Zerreiben erhaltene Pulver ist nicht ganz gleichförmig, ballt sich zusammen und klebt etwas; einzelne Stückchenwiderstehen dem Stößel mehr, und zeigen sich minder retractorisch als die übrigen Atome, die fast durchgehcnds ziemlichstark, aber doch weniger als jene der bröcklig-körnigen Substanz, auf die Nadel wirken.

Und diese Verschiedenheit, im Aeußern sowohl als in den physischen Eigenschaften in so ferne letztere ohne me-chanische Absonderung und partielle Untersuchung aller dieser Substanzen für sich, was nicht wohl möglich ist, ausgc-mittelt werden konnten vollends aber der so auffallend sich auSsprechende verschiedene Grad von Einwirkung des Aetz-nnttelö auf dieselben der denn doch von einem verschiedenen Grade von Verwandtschaft derselben zur Säure oder demOxygen abhängt(i), scheinen wohl auf eine wesentliche, und zwar auf eine chemische Verschiedenheit hinzudeuten (2).

zelnen, zum Theil so ungleich vertheilten und hie und da partienweise so ungleichförmig angehäuften Gemcngtheile, insbe-sondere aber von der so häufig und unregelmäßig durch die ganze Metall-Masse zerstreuten bröcklig-körnigen und der ihr nächstverwandten Substanz, rührt denn auch die Schwierigkeit der technischen Bearbeitung des Meteor-Eisens im Großen und Gan-zen, die von mehreren Physikern bereits bemerkte Ungleichförmigkeit in der Schmiede - und Schweißbarkeit desselben (welcheVauquelin verleitete einen geringen Grad von Oxydation dieses Eisens im Allgemeinen anzunehmen), und vorzüglich derUmstand her , daß sich solche Massen äußerst schwer mir der Säge behandeln lassen, so daß man bey mühsam fortgesetzter Zir-kelt vieler Tage Zeit bedarf um auch nur ein Handgroßes Stück vollends abzusägen, und dabey viele Sagen (aus Uhrfeder-blättern) zu Schanden arbeitet, indem man häufig auf Stellen stößt die einen großen Widerstand zeigen, die Sägen stumpfmachen und die Zähne auSbrechen, indeß andere sich beynahe wie Bley schneiden. -

(») Diesen verschiedenen Grad von Verwandtschaft zum Oxygen scheint wohl auch schon das oben erwähnte Resultat des Versuche-mit dem Blau - Anlaufen polierter Flächen zu bestätigen. Und von demselben rührt ohne Zweifel jene von selbst entstandene,einer schwachen Aetzunq gleichende Andeutung des Gefüges her, die sich durch vertiefte, den Streifen entsprechende Linien underhabene, in jeder Beziehung mit den Figuren übereinstim»>e»ve Z>o>scheräume, zumahl an einer der von dem unvollkomme-nen rilldenartigcn Ueberzugs entblößten Fläche der Masse von Elbogen ausspvicht, indem diese so viel aus der dunkelen,mit Volkssagen und Mährchen verwebten Geschichte tiSer die Oerstammuna derselben bekannt ist durch mehrere Jahrhun-derte den 2,'iurien der Zeit und dem Einflüsse der atmosphärischen Luft und selbst des Wassers ausgesetzt war.

( 2 ) Manche Physiker, welchen die Erscheinung des Gefüges bey dieser Behandlung bekannt wurde, und die eine Muthmaßung dar-über äußerten (nahmentlich Neu mann, Schweigger u. a>), glaubten den verschiedenen Grad von Einwirkung der Sau-ren, wodurch dasselbe zum Vorschein gebracht wird, von dem bekannten Gehalte dieses Eisens an Nickel, und von einer un-gleichen Vertheilung desselben in jenem oder vielmehr von der ungleichen Vertheilung aber einer gewissen regelmäßigenAbsonderung des damit legirten Antheiles von Gediegeneren herleiten zu können, obgleich der von den Chemikern we-nigstens anfänglich- als so höchst unbedeutend angegebene Gehalt der verschiedenen Meteor-Eisen - Massen an jenem Me-talle (im Durchschnitt von bis 3^ Percent, nach Klaproth wenigstens) eine so ausfallende Wirkung kaum erwartenließ. Jene Vermuthung hätte daher durch die Resultate späterer Untersuchungen Strom eyer's, nach welchen jener Gehaltbeträchtlich hoher (nähmlich zwischen »o und n Percent) gestellt wurde, einerseits sehr an Wahrscheinlichkeit gewonnen; al-lein mit diesem Befunde ergab sich auch, daß dieser Gehalt nicht nur unveränderlich und bey allen Meteor-Eisen-Massengleich groß, sondern daß derselbe auch stets durch die ganze Masse vollkommen gleichförmig vertheilt sey, und solcher Gestaltließe sich, falls dieß im strengsten Sinne zu nehmen wäre, jene Erscheinung durchaus nicht von demselben herleiten wie dennauch der von Stromeyer selbst ausgewiesene ähnliche Gehalt an Nickel im Cap'schcn Eisen (es mag dasselbe nunterrestrischen oder wirklich meteorischen Ursprungs seyn), bey ähnlicher Behandlung der Masse, sich wirklich gar nicht ausspricht>; man müßte denn zugeben was jenen Resultaten unbeschadet wohl auch der Fall seyn kann daß bey jenen Massendoch eine, beziehungsweise wenigstens, ungleichförmige Vertheilung des Nickels Statt fände. Sollte nähmlich der Gehaltan diesem Metalle, wenigstens zum Theil, die verschiedene Einwirkung der Säuren und somit die Erscheinung deS Gefügeswirklich veranlassen; so müßte eine thellweise Verbindung desselben mit dem Eisen (folglich eine ungleichförmige Vertheilunggegen dieses), und eine dem Gefüge entsprechende regelmäßige Absonderung dieses Nickel-Eisens von dem übrigen(womit die Gleichförmigkeit der Vertheilung des Nickels gegen die Masse im Ganzen ziemlich wieder hergestellt würde) ange-nommen werde» , und in dieser Voraussetzung könnte man von allen Theilen des regelmäßigen, eigentlichen Gefüges, dieEinsaffungs- und Schraffirungsleisten am passendsten dafür erkennen, als welche sich als die erhabensten, folglich als die vonder Saure am wenigsten angegriffenen, durch eigenthümliche Härte und Zähigkeit, Farbe und Glanz (Eigenschaften, welche,a xrior-i zu schließen, das Eisen durch eine solche Legirung höchst wahrscheinlich in einem solchen Grade erlangen dürfte) aus-gezeichneten Theile, und um so mehr dafür aussprechen, als auch ihre Masse zusammen genommen dem chemisch ausgewiese-nen Maxim« des Total-GehalceS an Nickel, und ihre ziemlich gleichförmige Vertheilung in der GesamnitMaffc, der Forderungin dieser Beziehung, am meisten entspräche. Die am stärksten angegriffene Substanz dcrStreifen könnte dann, allen ihren Ei-genschaften gemäß, für reines Gediegeneisen gelten; es bliebe demnach nur noch die dritte Substanz übrig, die sich durch dasGefüge und durch ihre Eigenschaften als heterogen von jenen beyden ausspricht, nähmlich die der Zwischenfclder oder Figuren.Gillet de Laumont scheint geneigt, diese für gekohltes Eisen anzusehen; und wirklich hat diese Vermuthung vieles fürsich, zumahl da Kohlenstoff als Bestandtheil mehrerer Meteor-Steine, und selbst nach Tennant des Cap'schcn Ei-sens (in welchem derselbe vielleicht, so wie der Nickel und die übrigen Bestandtheile, ganz gleichförmig in der Masse vertheilt,und nicht bloß mit einem bestimmten Antheile des Gediegeneisens chemisch verbunden und mit diesem ausgeschieden, sich befüt«det), bereits dargethan ist.

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