3
aus 1526 an diesen sandte !), und darin grüsst ex- als Theophrastus ex Hohen heim Eremita 2 ). Eben so schreibt er sich in dem Briefe an die Studentenin Zürich , die er warnt, nicht so in den Tag hinein zu leben, da es ihm jabegegnet, dass er in der Zeit, welche er bei ihnen fröhlich zugebracht, seinenkranken Froben durch den Tod verloren habe 3 ). In der Dedication einesTheils seiner grossen Wundarznei an Wolfgang Thalhauser, Doctor undPhysicus in Augsburg , der sich bereits chemischer Ai 'zneien bediente, unter-zeichnet er sich: “Theophrastus von Hohenheim ”, und jener antwortete ihmunter der gleichen Ad<Jresse. Dieselbe Bezeichnung gebraucht er in seiner De-dication an den um die lutherische Lehre so verdienten Rathsschreiber inNürnberg , Lazarus Spengler 4); ferner in seinem Sendbriefe au die Herrenvon Nürnberg , worin er sich über Censurhindernisse beklagt 5 ); in der Wid-mung seiner Schrift über das Bad Pfeffers an den Abt daselbst 6 ); in seinemGrusse an alle Aerzte und Leser 7 ); und noch kurz vor seinem Tode in dem
1 1) quarto Idus JSovembris XXVI. Theophrast’s Werke. Durch Huser. Basel .1589. 4. Th. VII. gleich vorn.
2) von Einsiedeln . Er selbst sagt in der Beschlussred des l.B. der grossen Wund-arznei S, 56. (Chirurgische Bücher und Schrillten. Durch Huser. Strassburg .1618. fol.): “der ich bin von Einsidlen, dess Lands ein Schweitzer”; ebenso(Vorrede über das Buch Paragranum Th. II. 18.): “Wie gefeilt euch der Wald-esel von Eynsidlen”? Diesen Geburtsort bezeichnet auch Wurst isen in seinerBasszier Chronick, die 1580 gedruckt wurde. Darum schreibt sich Theophrast :Eremita oder Here'mita. Sein Vater zog von Einsiedeln 'nach Villach , wo dieserauch 32 Jahre bis zu seinem Tode im J. 1534 blieb. Darum nennt Theophr.Kärnthen seine zweite Heimath: “nach dem landt meiner Geburt das ander meinVatterland” (Dedication an die Landstände von Kärnthen. Th. II. 147.). Er ver-machte jedoch testamentarisch “seinen nägstgesipten Freunden zu Ainsidl inSchweitz wolinhafft” ein Legat (Murr Neues Journal zur Literatur und Kunst-geschichte. Leipzig 1799. Th. 2. 265. 276. — M. vgl. K. J. N. StephanNeues Archiv für Gesch. Wien . 1830. 331.).
3) Th. VII. vor S. 1.
4) Chirurgische Werke. S, 149.
6) Th. Vlh 328.
7) Vor der kleinen Chirurgie. Cliir. Werke. S.249.
t*