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Dank- und Dedicationsschreiben an den Rath von Sterzingen, 8 ). Dann abersagt er selbst mit klaren Worten 9 ): er heisse durch Taufe und Art Theo-phrastus.
Wenn nun über seinen Taufnamen kein Zweifel obwalten kann, so istdieses noch weniger bei seinem Stammnamen der Fall. Er nennt seinen Va-ter: “Wilhelmus von Hohenheim” 10 ). In einem Briefe an Boijer in Kra kau u ) bezeichnet er sich als Theophrastus von Hohenheim *2)_
8) Vor dem Büchlein von der Pestilentz Th. III. 112.
9) “Art und Taufishalber.” In der Vorrede über das Buch Paragranuni. Th. II. 9.
10) Grosse Wundarzn. B. 2. Tr. 3. Cap. 1. S. 101. ' '
In einer ungedruckten Chronik eines Zeitgenossen des Th., nämlich des Jo hannes Kessler von St. Gallen , betitelt: “Sabbatha oder St. Gallische Reforma-tionsgesch.” wird dessen Vater als Wilhelm Hohem er von Gais, der sich zuEinsiedeln niedergelassen, aufgeführt. M. vgl.: Escher in der Encycl. von ErschS. 285 unter Paracelsus . Warum man jedoch mit diesem, oder mit ErastUS(Disput, de Medicina nova Philippi ParacelsL Basileae 1572. I. 237.) oder mitHaller (Bibi, pract. II. 2.) Gaiss oder Hundsweil als Geburtsort annehmen soll,ist nicht einzusehen.
11) Th. V. 106.
12) Dabei steht noch: genannt Paracelsus . Dieser letztere Zusatz ist, seinem Ur-
sprünge nach, nicht recht klar. Manche vermuthen, man habe das Wort “Ho henheim ” in Paracelsus übersetzt; Andere: sein Haus habe das hohe Nest ge-heissen und er davon die Benennung gewählt. Wieder Andere glauben darineine Anspielung auf Celsus zu finden, als habe er sich damit neben oder garüber diesen setzen wollen. Aber ich finde in keiner Schrift des Theophrast’sauch nur des Celsus erwähnt. . . . ‘i. u
Andere lassen den Zusammenhang unentschieden. - Brücker 1766. p. 647:non dubium est, nomen Faracelsi et ab Hohenheim' synonymum esse.— M. vgl.Stephan S. 330. — Ganz aus der Luft gegriffen ist die Angabe von J. A.Quenstedt , de Patriis illustrium doctrina et scriptis viroruin. Witteb. 1654. 4.p. 132., dass Hohenheim und- Einsideln identisch seyen.
In Beziehung auf das “hohe Nest” äussert Erastus (P. I. 238.): pessiinumfuisse tune nidum oportet, ex quo tarn mala prodiit avis. .
Frelier (Tlieatrum Virorum eruditorum. Norimb. 1688; fol. T. II. p. 1225.bemerkt: natus ex familia nobili Paracelsorum, d. h. derer von Hohenheim , undebenso Th. Cruser (Vergnügung müssiger Stunden. Th.4. Lpz. 1715. 8. S. 27.).