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Der Zusatz Bombast scheint ein in dem Hohenheimschen Stammbaumeherkömmlicher gewesen zu seyn, denn in der Urkunde der Stadt Villach ,welche über das Ableben des Vaters ausgefertigt wurde, wird- als Sohn undErbe bezeichnet; “der Ehrenvest Hochgelert Herr Theophrastus Bombast vonHohenheim” l3 ). Auch nennt er sich so in dem von ihm aulbewahrten Pro-fessorprogramme. Das adelige Geschlecht der Bombaste von Hohenheim J 4)lebte in Schwaben ; daher heisst auch Theophrastus bald der Schwabe, baldder Deutsche .
Theodor Zwinger (Theatr. vit. hum. Vol. XI. fol. Lib. 4. p. 2583.) führtihn bloss auf als Theophrastus ab Hohenheim Paracelsus , und Conrad Gesner (Bibliotlieca; amplificata per Frisium. Tiguri 1583. fol. p. 789.) als Theophrastus Paracelsus , alias Theophrastus . M. vergl. damit das Ende der 13ten Note.
13) Sattler in s. Gesell, des Herzogthums Würtemberg B. 5. 1768. 4. S. 165. gibtan, dass die Bombaste bis in die Mitte des 16. Jahrli. in Würtemberg lebten.Das Gut, welches noch Hohenheim genannt werde, liege nur eine Meile vonStuttgard nächst an dem Dorfe Plieningen.
Haller erklärte das Testament, wie das Villacher Zeugniss, für untergescho-ben. Toxites hatte beide 1574 zu Strasburg in Octav herausgegeben. M. vgl.;die lat. Ausgabe von Bitiskius Vol.III. Geney. 1658. fol. App. p. 3. und MurrII. 262.
Wahrscheinlich von einem Zuhörer des Th. rührt die Schrift her: Theo-phrasti Bombast ab Hohenheim de urinarum ac pulsuuin judiciis (Th. V. App. 99).Der Prologus der Bücher Theophrasti Bombast durch Valentium AntraprassumSiloranum (Th. IV. 10.) ist unverkennbar das gemeinste Libell auf Theophrast,und liefert die Aufnahme desselben in seine Werke den schlagendsten Beweisvon der Urtheilslosigkeit des Herausgebers Huser.
Conr. Gesner erwähnt in seinem ursprünglichen Bücherverzeichnisse (Biblioth.univers. Tig. 1545. fol. 614. s. voce Th.), welches er 4 Jahre nach dem Todedes Theophrast edirte, dessen mit den Worten: Theophrastus Bombast ex Ho henheim alicubi se Paracelsum vocat. Dagegen sagt Leo Suavius (compendiummedicinae Theophrasti. Basil. 1568. p. 12.), der nicht lange nachher über ihnsich äusserte: “cognomen Paracelsus aliquando assumsit, quum proprium essetBombast.
14) M. vergl. über das Wappen der Bombaste: Siebmacher Wappenbuch. Th. 2.
Tafel 87. Scliwebische: Hohenheim Ge. Bombast. Nürnberg 1734. fol-Köh-
ler’s hist. Münzbelust. Th. XI. 372.— Hellbach’s Adels-Lexicon Bd. 1. S.574.