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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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but seiner Zeit gebracht hätte, so würde dieses keinen besondern Grund zurBeschuldigung gegen ihn abgeben; wenn er jedoch, wie unser Th., geradesich dagegen stemmte und helleren Einsichten Bahn zu brechen sich bestrebtewas soll man dann von einem Geschichtschreiber denken, der so von ihmspricht 9 4):Zu den grössten Feinden aller wahren Wissenschaft und zu den eifrig-sten Beförderern aller Arten von Aberglauben gehörte Theophrastus Paracelsus .

Th. eifert eben so gegen den Aberglauben im Allgemeinen und erklärtihn für sündhaft 95 ), warnt dagegen und dringt auf die Erforschung des ur-sächlichen Grundes der Dinge 96 ), als er im Besondern abergläubische Mei-nungen und Gewohnheiten zu bekämpfen, die Annahme der Chiromantie zuverwerfen 9;? ), den Gebrauch der Wünschelruthe 98 ) als Betrügerei hinzustel-len, den Wahn, dass es Kräuter gebe, welche im Stande wären, Riegel zuöffnen, lächerlich zu machen "), so wie den, dass das Haar der unschuldigVerurtheilten nach dem Tode fortwachse, zu berichtigen sucht 10 °).

94) Mein er s Historische Vergleichung der Wissenschaften des Mittelalters. Band 3.Hannover 1794. S. 345.

95)Was von Gespenst ist, dasselb hat bey mir kein That. Der Beschwerung sollman müssig gehn, dann auff solches leichtfertig fürnemmen verhengt Gott denAberglauben, dass er in die Sund fall (Grosse Wundarzn. B. 1. Tr. 3. Cap. 2.S. 48.).

96)Dieweil die werk wunderbarlich sind, ist billich den Ursprung zu suchen solcherDingen. Damit das hierinnen kein Zauberey, Gespenst und Geistey, möge er-funden werden, oder den Abergläubischen Secten zugeleit, will ich den grundbeschreiben (Th. I. 270.).

97)So der Finger nur fünff sind an einer Hand und der Planeten Siben: wie kün-den sie miteinander vergleicht werden? Ein anderer Irrtlium sey, dass sich dieursprünglichen Linien der Hände durch zufallende Schäden verändern (De na-tura Rerum L. IX. Th. VI. 341.).

98)Lasset euch nicht verfuhren und betriegen die Divinationes Artium incertarum:das sind alle ungewissen Künsten, fürnemlich die Wünschelrutten, die vil Berg-leut betrogen haben (ebend. Th. VI. 351.).

99)So wird gesagt, dass Kräuter seyen, welche Schlösser auffthund: Ist wol ebenlächerig: Dann ursach, es ist nie bewert worden (Grosse Wund. B. 1. Tr. 2.Cap. 17. S. 40.).

100)Dieweil die Feuchtigkeit und Werme alle Ding wachsen macht: So soll sich

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