deckung, was von Theophrasto Paracelso zu halten sey, ob er seine hoheWeisheit und Kunst von Gott oder dem Teufel gehabt”. Manche vermuthen,ihm sey Vieles von der Wissenschaft der geheimen Brüderschaften zugeflossen.'Solche bestanden auch damals wirklich 235 ), aber'bei der Aufnahme 1 in die-selben musste ein eidliches Gelöbniss des Stillschweigen® ■ abgelegt werden 236 ).Er selbst fuhrt mehrere Männer an 237 ), deren Unterrieht-er am Meisten ver-danke; vor Allen seinem Vater, Wilhelmus von Hohenheim, der ihn nie ver-lassen habe; dann den Bischof von Lavant, Eberhard,,im‘Kloster zu St. An-drä im Laronthale in Kärnthen; den Bi'schof Mathias von Scheidt zu Sekau;auch den Abt zu Sponheim , vermuthlich Joh. von Treitenheim und mehrereAndere. Als solche, die ihn in der Chemie unterwiesen, nennt er “den edelnund vesten Sigmund Fuger von Schwatz mit sampt einer Anzahl seiner ge-haltenen Laboranten”.
Einen regelmässigen Cursus auf Universitäten scheint er nicht durchge-macht zu haben, ob er gleich viele derselben bereist hat. Er gibt an, dasser lange Jahre auf Deutschen , Italiänischen und Französischen hohen Schulenzugebracht habe, um den Grund der Arznei zu suchen 23 ^. Sie befriedigtenseinen unabhängigen Geist nicht, und da er sich zu Keines Anhang beque-men und bekennen wollte,; so brachte er Alle gegen sich auf. “Ihr Höchstes,sagt er 239 ), ist wider mich, dass ich nicht aus ihren Schulen komme undaus ihnen schreibe”.
Cap. 1.: a Deo Opt. Max. Theophrastum edoctum fuisse, quicquid in rerumnatura fuit scibile.
235) Die Gesellschaft der geheimen Chemie, ars philosopliiae genannt., wurde vonSolchen getrieben, welche eigene königliche Schutzbriefe besessen. M. vergl.Semler Gesell, der Rosenkreuzer . St. 3. S. 2.
236) Ebend. St. 2. S. 11. — Agrippa (De vanitate scientiarum. Cap.”90.: de Alcu-mistica) bemerkt: Permulta adliuc de liac arte dicere possem, nisi juralum essetde silentio.
237) Grosse Wundarzn. B. 2. Tr. 3. Cap. 1. S. 101.
238) Vorrede zur grossen Wundarzn. . .Ult,-.
239) Vorrede Tiber das Buch Paragranum. Th. II. S. 8. M. VgL Spittal «Buch. ' Grussallen Aerzten S. 310: “ich bin in dem Garten erzogen, da man die Bäume ab-
' stürnpelt”.