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W as über die Schriften und die persönlichen Verhältnisse des Th. v. H. inden beiden vorangehenden Vorlesungen eben so zur Abwehr ungerechter Ur-theile über ihn als zur Bezeichnung seiner Eigentümlichkeit vorgetragen wor-den, konnte als Vorbereitung dienen für die Feststellung des von ihm behaup-teten wissenschaftlichen Standpunktes. Da er seinem Bestreben wie seinenLeistungen nach vorzüglich als Arzt auftritt, so kann die gegenwärtige Auf-gabe nur darin bestehen, darzuthun, wie er diese seine nächste Berufsthätig-keit ansah und auf die einzelnen Theile derselben durch That und Lehre ein-zuwirken sich befleissigte;
Wer sich der Mühe unterzieht, seine Werke prüfend durchzugehen,namentlich diejenigen, welche als wahrscheinlich ächt, das unmittelbare Zeug-niss seines Wollens und Forschens sind, wird sich verschiedenartiger, ja wi-derstreitender Eindrücke nicht erwehren können; er wird sich bald angezo-gen, bald abgestossen, bald belehrt und gehoben, bald verdüstert und beengtfühlen. Aber als letztes Ergebniss wird man doch Folgendes von ihm alsHeilkünsller auszusagen sich gedrungen sehen:
Das Charakteristische an ihm ist eine Tiefe der Gedanken, ein Erfassendes Wesentlichen, ein Geltendmachen der menschlichen Beziehungen. So fleissiger auch durch Beobachtungen und Versuche die Natur zu studiren sich ab-mühte, so ist doch nicht zu verkennen, dass das Einzelne einen untergeordneten