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lien oder bildeten sich nach den Mustern dieses Landes. Einer der gefeiert-sten und einflussreichsten war Johann Manardus von Ferrara []-j- 1536J.
Wie wenig Aufklärung über die Vorgänge des Körpers oder die Mittel,die Gesundheit zu erhalten, von den Kunstgenossen ausging, ersieht man un-ter anderm daraus, dass eines der ältesten Volksbücher “Albertus Magnus von Weibern und Geburten der Kinder, sararnt denen dazu gehörigen Arz-neien” lange in ungeschwächtem Ansehen sich behauptete.
Vergebens sucht man auch unter den zuerst bis zum Jahre 1520 inDeutschland gedruckten Büchern classische medicinische Schriftsteller. Wärehäufige Nachfrage nach ihnen gewesen, so würden sie wohl aus den Officinenhervorgegangen seyn, denn bekannt waren sie; allein man fand seine Rech-nung besser bei Schriften mit allgemeinen Gesundheits-Vorschriften und Samm-lungen Von Recepten ; dergleichen konnte nicht oft genug aufgelegt werden.So findet man unter den ersten Druckwerken das Arzneibuch von Ortolf vonRayrland, Hans Voltzens Büchlein von den warmen Bädern u. s. w. VonDeutschen Uebersetzungen beliebter Lateinischer Schriften fanden am meistenAnklang das Regiment der Gesundheit; das Buch des Marsiüus Ficinus vondem gesunden und langen Leben, und die Anweisung von Lanfrank, wie sichdie Chirurgen gegen einen jeglichen verwundten Menschen halten sollen.
Der Unterricht auf den Universitäten war dürftig; eine Anleitung zurselbstständigen Betrachtung und Prüfung der natürlichen Erscheinungen fandnicht Statt.
Wenn daselbst die Anatomie nach Mundinus gelehrt und zur anschau-lichen Erklärung Schweine zergliedert wurden, so konnte man von Glück sa-gen. Das gangbare Compendium war das von Jacob Peiligh, und zur Er-läuterung dient das Anthropologium von Magnus Hundt . :i> ,
In die Botanik führte Johann von Cube ein mit seinem Garten der Ge-sundheit. Otho Brunfels [-j- 1534J bildete vaterländische Pflanzen naturgetreuab, und Euricius Cordus [-}- 1535]] lieferte einige gute Beschreibungen so wieErklärungen über die Pflanzen des Dioskorides. Der Vortrag über Arznei-mittellehre hielt sich grösstentheils an Pani Suardi’s thesaurus aromatariorum.
Als die beste Schule für Chirurgie galt Strasburg , und unter den dortgebildeten Männern erwarben sich als Schriftsteller vorzugsweise einen nam-
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