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zwischen Arzt und 5 Wundarzt finde kein wesentlicher Unterschied Statt 395).nur in der Ausübung sey eine Tennung zu gestatten 396).
Die Medicin sey nichts, als eine grosse gewisse Erfahrung. Für einesolche dürfe nur ausgegeben werden, was gerecht und wahrhaft erfundenwürde. Sie müsse mit der Wissenschaft identisch seyn 397 ). Eine jede Er-fahrung dürfe man übrigens nur wie eine Waffe, nach Art ihrer Kraft ge-brauchen 398). Gewissen Leuten ruft er zu 399); “Euch hat lödten gewitzigt.Das heisst keine Kunst der Artzney, sondern eine Erfarenheit auss dem Mör-derischen Weg”. >;
Nur diejenige Theorie sey die rechte, welche aus dem Licht der Naturkomme und nicht aus erdichteten Köpfen 40 °). Als Lehrmeister der medici-
nischen Theorie dürfe nicht die Phantasie gelten, sondern das, was die Au--^
Wundartzt. Dann sehend an die Wassersucht, die ist nach ewerm sagn, einPhysicalisclie Kranckheit, und kompt darzu das sie aullbricht: Das auffbrechenist Wundartzneyisch, volgt nit liierauss, das es ein Wundarzneyisch Kranckheitist: Ja so volgt auch liierauss, das Ein Artzt sein soll.
395) Paramir. De V. ent. morb. 1h. I. S. 3. Eine jedliche kranckheit die vom cen-tro gehet in die Weitte, ist zugehörig dem Physicö: Aber die von weilte incentrum gehet, die ist. zugeschlossen dem Chirurgico .
Was zu den Emunctorien bcgeret, nach verordneter Natur, das ist alles Phy-sisch: was aber die unnatürlichen Emunctoria sucht, das ist Chirurgisch . — M.vgl. Spittal B. Gruss allen Artzteii. S. 310.
396) Paragrani alt. Tr. 1. Th. II. 120. Ihr beyd Leibartzt und Wundartzt sollen auss
der Pilosopliey gehn, und im grund ungetheilt stehn, allein in der Practick sol-len jr euch theilen. Aber zu beiden seitten soll ein jedliclier Leib und Wund-artzt sein, und nit getheilt, wie in der Practick. . ; u ;
397) Labyr.,med. cap. 6. Th..II. 215. Die Medicin ist nichts, als eine grosse,.gewisseErfarenheit. :Das ist Experientia, was da gerecht und warhafft erfunden wirt.Die Experientz soll mit der Scientia lauIFen: dann ein Scientia ist Experientia.
398) Kl. Chir. B. 10. Cap. 1. S. 301.
399) Vom Urspr. der Frautzosen. B. YI. Cap. 11. Chir. S. 233.
400) Paramir. L. IV. De or. m. matr. Th. I. 223. u. Paragrani dritter Tr. Th. II. 70.Sag mir, wem ist zu glauben in den künsten und krallt der natürlichen Ding?denen die es geschrieben haben, und habens nicht wissen zu probieren, oderdenen, die es haben wissen zu probieren, und habens nicht geschrieben?
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