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Encyclopädie der Cameralwissenschaften im eigentlichen Verstande / von Karl Gottlob Rössig
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162
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§. 2 .

Bey den Leknenmanufakturen suche die Pollzey inden schicklichen Gegenden den Flachsbau sowohl alsdessen Behandlung, und die Spinnerey zu vervollkom-men, die vorzüglichen Handgriffe der berühmtesten Ge-genden hietinnen bekannter zu machen, bey dem Webenwegen der Fehler und Bekrügereyen das Nöthige zuverordnen, so wie auch vorzügliche Bleichen aufzufinden,und die deshalb nöthigen Einrichtungen zu machen.

§. Z.

Bey den Wollmanufakturen sieht sie auf Vered-lung der Wolle in den schicklichen Gegenden, auf dieVervollkommung der Zubereitung und Spinnerei) der-selben, auf die Vermeidung der Fehler dabey, sowohl alsbey dem Weben und der wettern Tuchberestung, und' vorzüglich auch das Walken und Pressen^ wie auchgute Schauanstalten.

Wie viel hier auf gute Manufakturpolkzey an-komme, beweisen die Engländer und Nieder-länder; und es ist irrig, wenn man glaubt, siehätten keine Polizeyeinrichtungen hierinnen.

§« 4 »

In Absicht derBaumwollenmanufakturen sorgt siefür die leichteste Anschaffung der Baumwolle und Be-nutzung der einheimischen Pstanzenwollarten, vorzüg-lich aber auch für die Feinspinnerey und was dahin ge-hört, so wie für das Weben und Bleichen.

§. 5 .

Zum Behuf der Seidenmanufakturen beförderesie den Seidenbau, sorgt für nöthige Plantagen inschicklichen Gegenden, für die Kenntnisse zu gehörigem

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