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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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127
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LHurnerWs Laboranten. ^ ^27

Dergleichen gut gemalte chymlsche Handschriften '> wurden zu der Zeit sehr hochbezalt- Es sol auch auf der königlichen Bibliothek ehemals ein Manuskript vonThurneiffern, unter dem Titel: DeDranZMutstioneVeneriLinLolem *) vorhandengewesen seyn, davon er den Prozeß r;8g. 1584. selbst ausgearbeitet Hätte, undwofür ihm und seinen Kindern ;oo Taler jährliches Gehalt gereicht worden. Alleinweder dieser Umstand ist aus seinen Papieren zu ersehen, noch diese Handschrift zufinden oder doch vorgezeiget worden.

Da die Chymie, und vorzüglich die Alchymie, zu der Zeit die Lieblingswissemschaft verschiedener Fürsten war, und man Thurneiffern für einen großen Meisterin dieser verborgenen Kunst Hielt: so wurden ihm von vielen fürstlichen HöfenApotheker, Distillirer und Laboranten zugeschift; die bei ihm die Chymie erlernen, oderauch ihre Käntnisse erweitern solten. Auch diejenigen, welchen die, vonThurneis,fern in Handschriften erkaufte, geheime Kunststükke, bei der chymischen Ausarbeitung,nicht gelingen wolten; schiften ihre Laboranten gegen die Gebühr zum nähern Unter,richt zu ihm. Selbst Churfürst Johann George bezalte, für seinen nachmaligenHofapotheker, Michael Aschenbrenner, r r; Taler Lehrgeld und die Kost, daß er nureine Zeitlang bei seinen chymischen Arbeiten helfen und zusehen durfte. Die Mark,gräfinKatharina hatte ihren Distillirer Martin Henzken, und noch einen ungenanten,von ihm unterrichten lassen: und deren Schwester Elisabeih, Markgraf GeorgFriderichs Administrators in Preussen Gemalin, hatte ihm Leonhard Reichenbachenzugegeben, um allerlei theophrastische Künste zu lernen; worüber sich ihr Gemalnach ihrem Tode nicht wenig wunderte, wie Thurneiffer das ihm zugesagte Lehrgeldforderte, indem er davon nichts gewußt hatte. Herzog Christoph von Meklenburg,Administrator zu RaHeburg schifte ihm seinen Diener Martin Düstepekken, dener allerlei Kunststükke und Handgriffe lehren solte. Von HerzogUlrich zu Güstrow,und von den vornehmsten polnischen Herren hielten sich beständig Laboranten beiihm auf, um gegen reichliche Vergeltung seines Unterrichts zu genüssen. Die meistenHerrschaften hielten ihn für einen Goldmacher: andere brauchten seine geheime

und

') s.v ki-nnLiVorrede zuBasiliiValentin« chymischeSchriften, 1740. 8vo. S, 8r.') kernlos. !.c. Vorrede S. 76,