Heimweh. 149
baß Thurnekssers Frau gestorben war: so kam er kmMonatNovemberr;/; wiedernach Berlin zurük. Er brachte ihm die Anschläge vom Schlosse und Gute Anger,stein mit, wie auch von der Schauenburg und von verschiedenen andern Gütern beiBasel; desgleichen von einigen Häusern in der Stadt, die zu verkaufen waren.Ersteres wurde für yc-oo Floren ausgeboten, und gefiel Thurneissern am besten.Da er aber noch darüber nähere Nachrichten und den Anschlag verlangte: so brachbald nach Neujahr rdie Pest zu Berlin aus. Der Churfürst begab sich mitdem Hofe nach Küstrin. Thurneksser und einige Personen von dem Gefolge desChurfürsten wurden daselbst krank, und man war besorgt, daß es ein Ausbruchder Pest seyn möchte. Der Churfürst und die Kanzlei gingen deshalb, ob es gleichin den Wintermonaten war, nach Karzkg; die Markgräfin Katarina -) aber nachVl iesen: und da man Küstrin fast für angestekt hielt, so schrieb ihm die Markgrä-fin: er möchte sich nach ihr Schloß zu Damm begeben, und legte einen schriftlichenBefehl an den Schloßhauptmann Hans Vorhauern bei, „wenn Thurneksser sich„in das Amt Tamme, seiner Gesundheit zu pflegen begeben möchte, so solce ihm der„Schloßhauptmann in Futter und Mahl Unterhalt geben, mit jungen Hünern und„ sonsten wohl speisen lassen, auch wenn er es begehrte, von ihrem Wein, den sie„jüngst zu Tamme gelassen, täglich etwas vorrekchen und allen guten Willen bewek,„sen. Zur Wohnung solle er ihm das kleine Gemach oben, darin das Kamin,„ einräumen, und daselbst für ihn und seinen Diener ein Paar Betten zurichten„ lassen." Thurneksser blieb von der Pest befreiet: lag aber fünf Wochen lang aneiner hitzigen Hautkrankheit. In dieser Zeit blieb er einsam und fast verlassen;ein jeder sorgte wegen der Pest für sich selbst, und um andere bekümmerte sich nie-mand. Wie er besser wurde, folgte er dem Hofe nach Karzig, der neun Monatdaselbst blieb: und in dieser Zeit wurde ihm nicht erlaubt, nach Berlin zu gehen,um nach seiner Wirtschaft, Drukkerei und Laboratorium zu sehen.
Der öftere Aufenthalt des Hofes auf den Lust- und Jagdschlössern war ihmschon längstens beschwerlich gewesen: allein so lange hatte es noch niemals gedauert.
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') Ehe sie von Küstrin wegging, ließ sie, weil es Sontag war, den Hofprediger HartwigMorgens um z Uhr vor sich predigen, und schenkte ihm ihres Gemals Kvuterfait, daß eres ihmmvegen tragen möchte. Aus dessen Brief an Thurneissern.