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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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150
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r§o Heimweh.

Die andern Lustschlösser sagen näher, und war ihm niemals versagt worden, von Zeitzu Zeit nach Berlin zu gehen, um nach seiner Wirtschaft zu sehen; welches dieses,mal die Pest nothwendig machte. Die Ausarbeitung seiner, zur Natur, undPflanzengeschichte gehörigen, Werke lag ihm sehr am Herzen. Durch KonradGesners Tod, war dessen botanisches-Werk liegen geblieben und unvolständkg.Brachte Thurneisser sein großes Herbarium von X. Teilen in Folio zu Stande: sowurde es das volständkgste, daß man zu der Zeit hatte; und die gelehrten Baseler,die mit ihm korrespondieren, wünschten ihm und sich zum Voraus Glük, daß erals ihr Landsmann des großen Gesners botanische Verdienste erreichen und seinWerk an Volständigkeit übertreffen würde. Zu diesem und den übrigen Werkenhatten seit 1571 die Formschneider in Prag, Küstrin, Frankfurt, Görlkz, Leipzig,Halle und Nürnberg eine große Anzal Figuren geschnitten: und die Künstler, dieer selbst in seiner Drukkerei unterhielt, waren so, wie jene, noch immer in beftän,dkger Arbeit. Alle Kosten, alle Mühe war vergebens, wenn er nicht die Beschreibbung dazu besorgte; wozu ihm seine Geschäfte bisher wenig Zeit gelassen hatten.In Karzkg hatte er Muße genug: allein seine Bibliothek, botanischer Garten, dasNaturalienkabinet, das trokne Kräuterbuch und andere Hilfsmittel fehlten. Daer in Berlin durch tägliche Ausübung seiner Wissenschaft, durch gelehrten Umgangund durch fleißiges Bücherlesen seine Käntnisse vermehrte: so wurde er hier nurim höchsten Nothfal gebraucht, wenn die Herschaft krank war. Neun Monatedurch brachte er in der verdrießlichsten Langeweile zu, abwesend von seinen unerzogenenTöchtern, die er fremden Leuten und dem Gesinde überlassen muste, seinen Freun-den entzogen, ohne gelehrten Briefwexel, in der Einnahme zurükgesezt, und mitdem ungesitteten und verleumderischen Troß des Hofes zusammen gedrängt. DasUnangenehme einer unwklkürlichen Lage von der Art, können sich nur wenige vor,stellen. Die Klagen, die er von seinen Leuten aus Berlin erhielt; vermehrtenseinen Unmuth. Man gab seinem Bruder Alexander Schuld, daß er die beidenzurükgebliebenen kleinsten Töchter, dle Schreiber und sein übriges Hausgesindeschlecht abspeisete; ob er gleich in der Zeit fünfzehnhundert Taler blos zurSpeisung angerechnet harte. Seins geheime Arzneien waren verbraucht, dasLaboratorium ohne Arbeit, und die Laboranten müßig: und doch forderten sie eben

so,