Heimweh. 15;
Witwe mit zwei unerzogenen Kindern; sie trieb einige Zeit das Werk mit Gesellen:verheiratete sich aber nachmals an Nikolaus Bolzen. Henzke und seine Witwehatten, außer den Häusern, die er zum Pfande gesezt, und die Thurneksser ange-nommen, an dessen Anteil der 1100 Taler so viel abverdient, daß sie nur-rio Florenschwerer Münze, den Floren zu ein und zwanzig Silbergroschen, Thurnekssemschuldig blieben; deren Bezalung Bolz übernahm, und in einem den i r.. Oktoberi;8a aufgenommenen gerichtlichen Kontrakt versprach: daß er ihm dieses GeldaufTermine bezalen, und wegen der 6oo Gülden den dritten Pfenning vom Gewkngeben, und ihm seine Werke den Ballen zu ir. Gulden drukken wolte; wozu Thür-ueksser das Papier gab. Da Bolz nicht Vorschuß genug zum Einkauf der Papierezu dem übrigen Verlag und zum Unterhalt der Gesellen Hatte: so nahmen SimonHutter zu Leipzig und Skgmund Feierabend die Kalender im Verlag, gaben dasPapier und Drukkerlohn; und Thurneksser erhielt von ihnen sekn Honorarkum undeine gewisse AnzalExemplare. Dieses ist alles, was von dem Verkauf dieser Druk-kerek aus Thurneissers verworrenen Ausschreiben, worin die Fakta und die Zeit-ordnung sehr unter einander geworfen; mit Zuziehung seiner Papiere hat in Ord-nung und mit Zuverläßigkekt herausgebracht werden können.
Thurneksser behielt so wol wegen des Rests, den er zu fordern Hatte, als auchwegen der 600 Gulden Kapital, noch immer die Aufsicht über die Drukkerek: undman sieht nicht nur aus dem Brevkar, das Henzke drukte, sondern auch aus demKalender von rzkz, daß so wol Henzke als Volz, Thurneissers Wapen in den Titel-leisten beibehielten und abdrukken liessen.
Thurneksser hatte sich nun gewissermaßen von seiner Drukkerek losgemacht, undsing an, allerlei Anstalten zu seinem Abzüge vorzukehren. Sehr wahrscheinlichhatte er sich, nach der damaligen Gewohnheit -), auf sex Jahre als Leibarzt ver-bindlich gemacht, die ungefähr 1577 zu Ende liefen. Er gedachte nach Osternr ;?7 in Basel zu seyn, schikte einige Wagen mit Gütern hin, über Nürnberg undFrankfurt *), und hielt um seinen Abschied an. Der Churfürst, der ungemein
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') Geschichte der Wissenschaften. S. 4 5 Z u. f.
*) Ausschreiben ».Teil. S.bg. III. S. 141.