,;6 Heimweh.
viel Gnade und Vertrauen zu Thurneissern hatte/ wolte ihn nicht gerne missen.Er stelte ihm mit guten Gründen vor: daß er sich selbst ins Unglük stürzen würde,hier ginge es ihm sehr wohl, und er Hätte im geringsten keine Ursach, seine Haus«Haltung zu verändern, noch seine Kinder und Güter wegzuschikken. UeberdemHätte er seinen Prozeß vor den Baseler Gerichten, wegen der Verlassung seinerersten Frauen, noch nicht in Richtigkeit gebracht. Er würde wegen seiner Güterund eigenen Person nicht sicher seyn. Zugleich machte er ihm noch bcßre Bedin-gungen, als er vorher gehabt; worin sie bestanden, und auf wie lange er sichvon neuem zu dienen verbindlich gemacht, ist nicht bckant, indem seine Bestallungs-akten fehlen. Zugleich schikte der Churfürst eilend Pferde nach, so die zwei erstenund weitesten von seinen Wagen zu Nürnberg antrafen und zurükbrachten.
Im September 1577 rührte ihn der Schlag"'), der ihn an der Zunge undauf der einen Sekte lähmte. Die Kur dauerte lange, und machte, daß er einigeZeit ruhig wurde: allein aus den an ihn geschriebenen Briefen ist zu ersehen, daßdennoch im August 1778 ein Wagen mit Gütern, mit zwanzig Exemplaren desgedrukcen Herbariums, und ein Faß mit Kräuterstökken zu dessen folgenden Teilenzu Basel angekommen war. Die Güter und Kräuterstokke halte er seinem Stief,bruderDavidRitter, zur Verwarung, und die Exemplare dem Buchhändler Harsterzu Basel geschikt. Den ro. März 1579 war schon wieder ein Fuhrmann mit seinenGütern daselbst angekommen: und im April 1579 hielt er durch den Graf LynarUM Erlaubnis an, nach Basel zu reisen, um seine Sachen daselbst in Ordnung zubringen, weil er, wenn seine Dienstzeit verlaufen, sich dahin begeben wolle. DerGraf schrieb ihm den 8- April: der Churfürst würde ihm darauf selbst Antwort
geben
Ausschreiben I!I. S. izy. 14z.
") Die Kur, deren er sich bediente, hatColerus im Hausbuche umständlich beschrieben: siezeugt von seinem Aberglauben und seinen Einsichten. Er erzälte dem Vater des Verfassers,daß die weisse Tauben ei»ige Blutstropfen unter den Flügeln hätten, die gut wider denSchlag wären. Er ließ gehakte weisse Tauben mit Milch und Kampfer destiiliren undbestrick) mit dem Wasser die gelähmte Teil-er brauchte seine Perlentinktur, aß täglichgebratene und gekochte Tauben, und trank guten Wein und Bier, und hatte alle TageGäste. s. M. kc> k)oi88i Oeconomia rurrlir äomeüicz. Maynz r 665. kol. ?.H.S. ro8.