Vorrede. XIII
ſchen Collegia ſleißig beſuchet haͤtte. Dieſes Beyſpiel desKoͤniges von Preußen hat endlich mehr Staaten auf denNutzen der oͤkonomiſchen Lehraͤmter aufmerkſam gemacht;und man hat dergleichen in Upſal, in Goͤttingen und aufeinigen andern deutſchen Univerſitaͤten, wie auch bey eini-gen akademiſchen Collegiis, als zu Wien und zu Braun-ſchweig, geſtiftet.
Allein, wenn man auch Hoffnung haͤtte, daß dergleichenoͤkonomiſche Profeſſuren allenthalben eingefuͤhret werdendurften, worzu es doch noch keinen großen Anſchein hat: ſowird doch, meines Erachtens, der Wichtigkeit der Sachenoch keine Genuͤge geleiſtet. Die Abſicht bey dergleichenProfeſſuren iſt gemeiniglich nur die Haushaltungskunſtund die Landwirthſchaft, benebſt etwas wenigem von derPolicey und den Regalien zu lehren. Wenigſtens er-ſcheint dieſes aus den Gaſſeriſchen, Dittmariſchen und an-dern Lehrbuüchern, die bey Gelegenheit ſolcher Collegiorumgedruckt worden ſind. Hierdurch aber wird der Nutzendieſer Wiſſenſchaften keinesweges erreichet. Das iſt einbloßes Stuͤckwerk, das noch darzu gemeiniglich ſo mangel-haftig vorgetragen wird, daß dadurch niemand von demgroßen Vortheile dieſer Wiſſenſchaften uͤberzeuget werdenkann. Ja, vermoͤge dergleichen Proben ſtehendie Staats-leute und die practiſchen Cameraliſten in den Gedanken,daß in dieſen Wiſſenſchaften gar kein ordentliches anein-ander haͤngendes Lehrgebaͤude moͤglich ſey, wie manſelbſtdieſe Meynung gegen mich geaͤußert hat. Die Studiren-den aber, da ſie in dergleichen Buͤchern nicht viel wichtigesfinden, ſondern wahrnehmen, daß das meiſte darinnen aufdie Landökonomie ankoͤmmt, die ſie ſchon durch die Erfah-rung zu erlernen hoffen, wenn ſie derſelben einmal noͤthighaͤben ſollten, ſehen dieſe Wiſſenſchaften ganz kaltſinnigan und glauben, daß ſie deren Erlernung gaͤnzlich ent-behren koͤnnen.
Eine andere Hinderniß, welche dem Aufnehmen der oͤko-noniſchen und Cameralwiſſenſchaften, und ihrem gutenFärtgange auf Univerſitaͤten zeither im Wege Li
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