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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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XII
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XII Vorrede.

viel jüͤnger ſeyn, weil man ihn in die Sammlung der ari-ſtoteliſchen Schriften eingeruͤcket hat. Unterdeſſen, ſo altauch dieſe Wiſſenſchaften ſind: ſo ſind ſie doch mehr alsalle andere von den Gelehrten vernachlaͤßiget worden. Alleüͤbrige Wiſſenſchaften haben uͤberfluͤßige Bearbeiter gefun-den. Nur an dieſe haben ſie wenig gedacht: und wennnicht Leute, die in den Geſchaͤfften geſeſſen haben, und dieder Gelehrſamkeit wenig ergeben geweſen ſind, uns nichtihre Anmerkungen mitgetheilet oder einen beſondern Gegen-ſtand oder Theil in dem Bezirke dieſer Wiſſenſchaften be-arbeitet haͤtten: ſo wuͤrde es darinnen allenthalben noch garwuͤſte und leer ausſehen. Eben ſo wenig hat man darangedacht, dieſe Wiſſenſchaften auf Univerſitaͤten vorzutra-gen; und obwohl alle andere Theile der Gelehrſamkeit uͤber-flüͤßig mit Lehrern beſetzt geweſen ſind: ſo ſind doch nachErrichtung der Univerſitaͤten verſchiedene Jahrhunderteverſtrichen, ehe man vor noͤthig gefunden hat, dieſen Wiſ-ſenſchaften ein einziges Lehramt zu widmen.

Es ſind noch nicht dreyßig Jahre, als der vorige Koͤnigvon Preußen, dieſer in der That große Wirth, der die Ge-lehrſamkeit allein nach dem Nutzen beurtheilete, den ſie demStaate leiſten konnte, und dannenhero von den damaligenGelehrten keine großen Begriffe hatte, am erſten darauf

verfiel, auf ſeinen Univerſitaͤten zu den oͤkonomiſchen Wiſ-

ſenſchaften einen Lehrſtuhl zu ſtiften. Es geſchah auch die-ſes wirklich ſowohl in Frankfurt ander Oder, als in Halle.Das oͤkonomiſche Lehramt in Frankfurt an der Oder iſtbald wieder eingegangen. Allein das in Halle beſtehtnoch; und hier war der Koͤnig bey der erſten Beſetzung ſogluͤcklich, an dem geheimen Rath Gaſſer einen Mann zufinden, der in dieſen Wiſſenſchaften in der That viele Faͤ-higkeiten hatte, ob er gleich nicht ordentlich und ſyſtematiſchgenug dachte, um dieſe Wiſſenſchaften vollkommenbearbei-ten zu koͤnnen. Daſher hielt auch der Koͤnig auf ſeine Lehr-ſtunden ſo viel, daß ſich ein preußiſcher Unterthan wenigBefoͤrderung verſprechen konnte, wenn er nicht von Gaſ-ſern ein Zeugniß aufzuweiſen hatte, daß er ſeine“chen