und des Kaufhandels bey allen Voͤlkern. 3
daß es in der Handlung und Seefahrt ſelbſt Phoͤnicienuͤbertraf, und dadurch uͤberaus maͤchtig wurde t). Alleinweil ihre Finanzen nicht zum beſten verwaltet wurden, wiedenn Hannibal, nach dem Zeugniſſe des Livius, den Ver-waltern der gemeinen Einkuͤnfte oͤffentlich vor allem Volkeihre Untreu und Diebſtahl bewies: ſo fand dieſe maͤchtigeRepublik hierdurch, und durch den Geiſt der Parteylich-keit, der unter den vornehmen Familien herrſchete, end-lich ihren gaͤnzlichen Untergang.
*) Neben den Phoͤniciern waren die Iſmaeliten und Midiani-ter große Handelsleute zu Lande, wie aus verſchiedenenStellen der Bibel erhellet.
* ½) Die Phoͤnicier ſollen die Sternkunde, Rechenkunſt, Hand-lung und Schifffahrt, benebſt der Glasmacherkunſt; Thar-ſis aber die Praͤgung Goldes und Silbers zu Gelde erfun-den haben.—
n.) Der phoͤniciſche Landhandel ſoll ſich nach Syrien, Ara-bien, Perſien und Indien erſtrecket haben.
†) Ob ſie aber zur See nach Indien gehandelt haben, iſtungewiß. Daß es von dem rothen Meere aus geſchehen,findet man keine Nachricht; und um Africa herum hat esnicht geſchehen koͤnnen, weil man damals nur an den Ufernhinſchiffete.
††) Carthago hatte im zweyten puniſchen Kriege 700000Einwohner, und in Africa 300 bluͤhende Staͤdte; uͤberdießbeſaß es Spanien, Siecilien, Sardinien und Corſica.
§. III.
Ob zwar die Juden unter David und Salomon ander phoͤniciſchen Seehandlung einigen Antheil genommenhaben*): ſo hat es doch damit keinen langen Beſtand ge-habt. Dahingegen haben ſich die Griechen**), welchevon den phoͤniciſchen Colonien die Handlung und Schiff-fahrt erlernten, laͤnger dabey behauptet. Die vornehm-ſten Staͤdte waren zugleich wichtige Handlungsplaͤtze 8g9.Ihre Colonien breiteten ſich bis in Aſten und Iralien aus:und ſie wurden ſo maͤchtig zur See, daß die große perſi-
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