und des Kaufhandels bey allen Voͤlkern. 15
Amſterdam und Engelland trieb, und die wider ihn auf-geſtandenen Hollaͤnder noͤthigte, die Waaren ſelbſt ausIndien aus der erſten Hand zu holen. Sie thaten dieſes,ob ſie zwar im Anfange viel Schiffe verloren, mit ſo gutemErfolge, daß ſie ſich allenthalben in Oſtindien feſtſetzten.Die Oſtindiſche Compagnie beſitzet daſelbſt ganze Koͤnig-reiche, und hat ſich gleichſam das Monopolium des Ge-wuͤrzhandels in ganz Europa zugezogen, ſo wie Hollandzeither gleichfalls den Herings⸗ und Wallfiſchfang vorzuͤg-lich beſeſſen hat: wodurch dieſe an ſich ſelbſt kleine Re-publik ſehr reich und maͤchtig geworden iſt**).
*) Prinz Heinrich von Portugall iſt der Urheber dieſer Ent-deckung geweſen, der ſie durch unermuͤdete Anſtalten, ohn-geachtet der Hinderniſſe aller Miniſter und Hofleute, wel-che die Sache vor chimaͤriſche und laͤcherliche Einbildungenanſahen, zu Stande brachte. Zuerſt giengen ſeine Ent-deckungen auf die Kuͤſte von Africa, wodurch er zu den Be-ſitzungen der Portugieſen auf der Zahn⸗Gold⸗ und Scla-venkuͤſte Gelegenheit gab. Endlich aber wurde er durchFeine Nachricht, daß gewiſſe Engellaͤnder auf die itzige In-ſel Madera verſchlagen worden, zu weitern Entdeckungenauf dem africaniſchen Meere bewogen, wodurch der Wegnach Oſtindien gluͤcklich erfunden wurde. Man ſehe dieengellaͤndiſche Sammlung aller Reifen.
**) Unterdeſſen, ſo reich dieſer Staat insgeſammt betrachtetiſt; ſo ſind doch die Caſſen deſſelben, oder die Regierung,mit unermeßlichen Schulden beſchweret; und die Unter-thanen muͤſſen uͤbergroße Abgaben entrichten, weil die Re-publik bey allen Kriegen eingeflochten geweſen iſt, undwichtige Kriegesheere und Flotten unterhalten hat. Ueberdieſes hat dieſer Staat den Fehler, den alle republicaniſcheRegierungsformen haben, naͤmlich den Mangel der Ein-tracht, der Ordnung und uneigennuͤtziger Abſichten unterden Großen.
Durch die gluͤckliche Entdeckung der Spanier undPortuͤgieſen verloren alle vorher handelnde Nationen ihreCom-