und der Eintheilung des Vortrages. 35
vortrefflichen Thomaſius bedienen, um durch den
weltlichen Arm des Thomaſtus Schriften mit
Feuer und Schwerdt verfolgen zu laſſen. So iſt
es mit den erſten Gedanken von den Gegenfuͤßern,
mit der Bewegung der Erde, und mit vielen an-
dern Wahrheiten, gleichfalls ergangen, die die
nachfolgenden Zeiten als unſtreitig richtig haben
— erkennen muͤſſen, ob ſie gleich die vorhergehenden
u ihrer Schande verfolget haben. Mich deucht,
ie Großen ſollten ſich hierdurch gegen neue Lehr-ſaͤtze behutſam machen laſſen.
§. 7.
Der Endzweck aller und jeder Republiken iſt dem. Der Endzwecknach unſtreitig die gemeinſchaftliche Gluͤckſeligkeit. der Republikea.Man muͤßte die Menſchen in der That vor unſinnighalten, wenn ſie ſich ihrer natuͤrlichen Freyheit bege-ben und einer hoͤchſten Gewalt unterwerfen wollten,welcher ſie ſich nicht widerſetzen koͤnnen und duͤrſen,
im Fall ſie nicht dieſen Endzweck haͤtten, als vonwelchem ſie mit Grunde erwarten, daß die darausvor ſie entſtehenden Vortheile ungleich groͤßer ſeynſollten, als der Verluſt ihrer natuͤrlichen Freyheit.Es bedarf alſo keiner Ausfuͤhrung, daß die Unter-thanen nicht um des Regenten willen vorhanden ſind.Dieſer Satz, wenn er jemals in der Theorie wirk-lich geheget worden iſt, gereicht dem ganzen menſch-lichen Geſchlechte zur Schande. Nur die Verblen-dung der Leidenſchaften kann die Thaten eines Regen-ten demſelben zuweilen aͤhnlich machen.
§. 8.
Hieraus folget der erſte und allgemeine Grundſatz al⸗ Daraus ſolgeiler oͤronomiſchen und Cameralwiſſenſchaften, naͤmlich: ödaß alle Regterungsgeſchafte eines Staats ſer Witenſcirſolchergeſtalt eingerichtet werden muͤſſen, een.daß dadurch die Gluͤckſeligkeit deſſelben be-b 1 C 2 foͤrdert
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