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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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439
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Von dem Vermoͤgen uͤberhaupt. 439

und deren wir uns gebrauchen koͤnnen, um uns dieNothdurft und Bequemlichkeit dieſes Lebens zu ver-ſchaffen. Im engen Verſtande hingegen verſtehtman unter dem Vermoͤgen den Beſitz einer genugſa-men Menge beweglicher oder unbeweglicher Guͤter,die uns nach unſerm Stande und Beſchaffenheit alleBequemlichkeiten und Vortheile des Lebens an dieHand geben koͤnnen. Wenn wir hier von dem Ver-moͤgen reden: ſo geſchieht es in den beyden letzternBedeutungen, hauptſaͤchlich aber wird hier das Ver-moͤgen im engern Verſtande genommen.

§. 420.

Das Vermoͤgen in weitlaͤuftigem Verſtande, be⸗ Guͤtet und Ge-greift alle unſere Guͤter und Geſchicklichkeiten in ſich ſcn(§. 419.); und in der That kann kein Vermoͤgen im und der Grundengen Verſtande erworben werden, wenn nicht un⸗ des Vermögens.ſere Geſchicklichkeiten und bereits beſitzende Guͤter derAnfang und der Grund davon ſind. Die Erlan-gung des Vermoͤgens geſchieht durch zwey Hauptwe-ge, naͤmlich durch den Zufall und durch unſere Be-muͤhung. Der Zufall, welcher die Geburt von rei-chen Aeltern, andere Anfaͤlle und Erbſchaften, undſonſt außerordentliche Gluͤckswege, worzu wir ſelbſtgar nichts beytragen, in ſich begreift, erfordert in ei-ner Abhandlung von der Haushaltungskunſt keinebeſondere Betrachtung. Folglich haben wir es alleinmit dem zweyten Hauptwege, naͤmlich mit unſererBemuͤhung und Fleiße aufzunehmen; und da iſtkeine Erlangung des Vermoͤgens moͤglich, wennnicht Geſchicklichkeiten und Guͤter den Anfang undden Grund davon an die Hand geben.

§. 421.In ſittlichem Verſtande nimmt man das EeeeGuͤter in gar weitlaͤuftiger Erſtreckung. In Abſicht tern verſteht.Ee 4 auf