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Erste Abhandlung.
jenigen Maaßregeln die Hände zubieten, wodurch derallgemeine Ruhestand könnte befestiget werden. DieStaatsbedienten von Psinponne und Torcy mußtensogleich mit dem Graf von Portland zu VersaillesHand an dieses wichtige Geschäfte legen. Der französi-sche Gesandte zu London, Graf von Tnllard, hatte dengleichen Befehl, eben dasselbe mit den britannischen Mi-nistern vorzunehmen. Beyde Theile verhießen hierbeyeinander das strengste Geheimniß zu beobachten. Nurwurde der französische Gesandte zu Madrit von jedemSchritte, der hierum gethan wurde, zeitlich benach-richtiget.
Beyde französische Staatsbediente ertheilten demGrafen von porcland von dem Entwürfe des Königsdiese Erösnung. „Der König sey überzeugt, daß bey„der Lage der Europäischen Angelegenheiten sämtliche„Mächte in Verlegenheit gesetzt würden, wenn Spa-„nien, samt den von dieser Krone abhängenden Län-„dern, entweder mit der französischen Krone, oder mit„den kaiserlichen Landern vereinbaret werde: es sey auch„nicht des Königs Absicht, Spanien also an sich zu„bringen, daß dieses weite Land mit Frankreich eine ein-„zige Monarchie ausmachen sollte: er finde aber in der„Billigkeit gegründet, daß dem rechtmäßigen Erben„der spanischen Krone seine natürlichen Rechte gesichert„werden, und dieser sey der Dauphin: es werde aber„diesem Prinzen genugsam seyn, wenn seine Rechte er-„kannt würden. So bald dieses geschehen, werde der-„selbe einem seiner jungem Söhne alle seine Rechte ab-treten, solchen dem spanischen Hofe und Nation über-„ lassen, damit er nach den Grundsätzen derselben erzo-„gen werde. Auf diese Art würden, so wohl die sran-„zösijche alö die spanische Monarchie, abgesonderte und„von einander auf immer unabhängige Staaten ver-bleiben." —
„Da-