2L Erste Abhandlung.
sich gefallen lasse, mit demselben durch die FlockenderSeemächte zehen bis zwölftausend deutsche KriegSvöl-ker zu Beschüßung Kataloniens zu übersenden, und auchsolche zu besolden. — Dazumal wäre -er schicklichsteZeitpunkt gewesen, die Absichten des Kaisers zu ge-wisser Erfüllung zu leiten. Die Seemächte selbstwollten, daß der kaiserliche Hof unverzüglich diese Er-klärung annehme und sich durch Rettung Kataloniensund durch Vertheidigung des ganzen Königreichs gegendie Unternehmungen Frankreichs bey der ganzen spani-schen Nation ein Verdienst erwerbe. Nur dieNoth in der sich dazumal der spanische Hof befand,Frankreich eine genügsame eigene Macht in Katalonienentgegen zu stellen, drang den König dem Kaiser dieseErklärung zu thun: aber auch hierbei) zauderten die kai-serlichen Staatöbedienten nach Gewohnheit. Bis aufKarl II. Zeiten hatte der kaiserliche Hok immer Hülfs-gelber aus Spanien gezogen, und dafür alle Unterneh-mungen dieser Krone öffentlich und in geheim begünsti-get. Nun sollte das Gegentheil geschehen. Hier wareine Saat, auf welche eine reiche Ernde nicht ausblei-ben konnte. Doch der kaiserliche Hof machte Schwie-rigkeiten, die Regimenter zu besolden, weil seine Ein-künfte durch den langwierigen Türkenkrieg geschwächt,ja gänzlich verödet jenen. Zu den Hülfsvölkern, wennSpanien oder die Seemächte die Besoldung übernom-men , auch zur Absendung des Prinz Karl würde mansich zu Wien zuleht verstanden haben; allein die spani-schen Staatsbediencen hielten das Königreich für allzu-schwach, um noch diese neue Last demselben aufzubür-den. — So gieng mit Schwierigkeiten darstellen, dieeinzige gelegene Zeit, der Krieg, zu Ende, da das deut-sche Haus Oesterreich sich die spanische Monarchie hätteversichern können.
Nach
») Man sehe dir Nemolres äe lorczt 1'.I. S. l I.